1 von 2
Der größte Vulkan des Sonnensystems, Olympus Mons, ist auf dem Mars zu finden.
2 von 2
Der größte Vulkan des Sonnensystems, Olympus Mons, ist auf dem Mars zu finden.

Simulation bringt Aufklärung

Rätsel um seltsame Strukturen auf Mars-Vulkan gelöst

Berlin - Wissenschaftlern der Freien Universität Berlin ist es gelungen, die Entstehung rätselhafter Strukturen auf dem Mars-Vulkan Olympus Mons zu simulieren - dem größten Vulkan im Sonnensystem.

Gemeinsam mit Forschern aus Potsdam und den USA entdeckten sie, dass Terrassen und ein Steilhang an dem Vulkan durch die Schwerkraft und einen niedrigen Reibungswiderstand am Vulkanboden entstanden sind.

Der Olympus Mons auf dem Mars ist mit einer Höhe von 22 Kilometern fast zweieinhalb mal so hoch wie der Mount Everest. Der Durchmesser des Mars-Vulkans beträgt 600 Kilometer, was ungefähr der Distanz Berlin-München entspricht.

Über die Ergebnisse ihrer Studie berichten die Forscher der FU, des Geoforschungszentrums Potsdam und der Arizona State University in der neuen Ausgabe des Fachjournals "Journal of Geophysical Research - Planets". Grundlage für das Forschungsprojekt sind Bilddaten der hochauflösenden Stereokamera HRSC (High Resolution Stereo Camera), die auf der Sonde "Mars Express" installiert ist. Diese europäische Raumsonde umkreist den Mars seit 2003.

Computersimulation zeigt Bildung von Vulkanterrassen 

Die Berliner Wissenschaftler erstellten nach Angaben der FU vom Montag aus den Kameraaufnahmen ein Mosaik und ein Geländemodell von Olympus Mons. Die Bilddaten zeigen, dass der Vulkanschild terrassenförmig aufgewölbt ist und der Fuß des ansonsten sehr flachen Vulkans steil abfällt. Die Computersimulation stellt nun zum ersten Mal die Bildung von Terrassen während der Wachstumsphase des Vulkans dar.

Ursachen für die beobachteten Verformungen sind der Studie zufolge die Schwerkraft, die auf dem Mars ungefähr 40 Prozent der irdischen Schwerkraft beträgt, und ein niedriger Reibungswiderstand am Boden des Vulkans. Dies jedenfalls legen die neuen Untersuchungen zur Wechselwirkung zwischen dem Mars-Vulkan und seinem Untergrund nahe.

AFP

Auch interessant

Meistgesehene Fotostrecken

Auto stürzt in Hamburg in die Elbe: 20-Jähriger tot

Ein Auto mit vier jungen Männern stürzt in Hamburg in der Nähe der Elbphilharmonie von einer Brücke ins eiskalte Wasser. Ein 20-Jähriger stirbt. Glätte könnte bei dem …
Auto stürzt in Hamburg in die Elbe: 20-Jähriger tot

Auto mit vier Insassen stürzt in Elbe: ein Toter

Hamburg - Ein Auto mit vier jungen Männern stürzt in Hamburg in der Nähe der Elbphilharmonie von einer Brücke ins eiskalte Wasser. Ein 20-Jähriger stirbt. Zur …
Auto mit vier Insassen stürzt in Elbe: ein Toter

Absturz: Hinweise auf technische Mängel verdichten sich

Medellín - Fast das gesamte Profiteam des brasilianischen Fußballclubs Chapecoense ist tot. Aus aller Welt gibt es Anteilnahme, im Heimatort werden Kathedrale …
Absturz: Hinweise auf technische Mängel verdichten sich

Weltweite Trauerfeiern für die Opfer des Flugzeugabsturzes

Bogotá/Chapeco - Die Welt trauert um die Opfer des Flugzeugabsturzes in Kolumbien.
Weltweite Trauerfeiern für die Opfer des Flugzeugabsturzes

Kommentare