Roboter im Einsatz?

Sex der Zukunft: Forscher mit schlimmer Prophezeihung

München - Die Technik hat längst Einzug ins heimische Schlafzimmer gefunden. Die Sex-Toys werden immer ausgefeilter. Ein Forscher glaubt, dass Männer bald nicht mehr gebraucht werden.

Sex-Spielzeuge sind keine Erfindung der Neuzeit. Schon die alten Ägypter etwa sollen sich mit künstlichen Phalli vergnügt haben. Die heutigen Dildos fühlen sich dank moderner Materialien natürlicher an, und manche von ihnen erhöhen den Spaßfaktor, indem sie vibrieren. Doch es geht noch ausgefuchster: Wie Ryan Gosling im Indie-Film "Lars und die Frauen" leben manche Männer mit täuschend real aussehenden Puppen zusammen, und auch der Markt für mechanische Liebes-Helfer für Frauen wächst stetig. Die können jetzt schon Dinge, bei denen die Herren der Schöpfung passen müssen.

Ein Forscher malt jetzt ein Bild vom Sex der Zukunft, das manchem Mann mächtig Angst machen dürfte.

Dr. Ian Pearson sagt in seiner von einem britischen Online-Sexshop in Auftrag gegebenen Studie vorher, dass in weniger als zehn Jahren Frauen mehr Sex mit Robotern haben werden als mit Männern. Im Jahr 2050 wird seiner Meinung nach der Geschlechtsverkehr mit den künstlichen Wesen gängiger sein als der zwischen Menschen aus Fleisch und Blut.

Und es geht dabei nicht nur um den reinen Sex: Wie etwa in dem Science Fiction "I, Robot" mit Will Smith werden die Humanoiden ein Teil unseres Lebens und unseres Haushalts werden und nicht nur reine Sex-Helfer. Trotz anfänglicher Skepsis werden Dr. Pearson zufolge echte emotionale Bindungen zwischen Mensch und Maschine entstehen - Freundschaften und schließlich auch Liebe. Grund für diese Entwicklung seien die Forschungen auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz und die verbesserten mechanischen Fähigkeiten sowie die Tatsache, dass Frauen immer offener mit ihren sexuellen Bedürfnissen umgehen.

Die Technik werde es bald möglich machen, sich direkt in das Nervensystem oder gar die Träume des Menschen zu hacken und diese entsprechend zu beeinflussen. "Wir werden dann unseren Traum-Sex mit einem anderen Menschen teilen und nicht nur seine eigenen sondern auch dessen Empfindungen spüren können. So werden wir mit einem Klick auf ein Icon oder eine Nachricht jemand anderem einen Orgasmus schicken können."

Wo manchem bei dieser Vorstellung das Grausen kommt, schwärmt Pearson in seiner Studie: "Sex wird leichter, sicherer, häufiger und lustiger werden."

Ein wichtiges Hilfsmittel dabei werde die virtuelle Realität werden, die seit kurzem vor allem den Alltag von Gamern begeistert. Die ersten Pornos für die künstliche Wirklichkeit sind bereits auf dem Markt, schon 2030 werde die Mehrheit der Bevölkerung VR-Kontaktlinsen für pikanten Spaß benutzen, so Pearson - schließlich kann man so das Aussehen des Partners sowie die eigenen sexuellen Fähigkeiten frei nach den eigenen Vorstellungen gestalten. Wer also schon immer an ein berühmtes Supermodel dachte, während er mit seiner eigenen Frau zugange war, für den brechen, wenn es denn so kommt, goldene Zeiten an.

Andere Experten sehen aber auch Gefahren in dieser Entwicklung. Professor Noel Sharkey vom Institut für Robotik der Uni in Sheffield warnt vor Entmenschlichung: "Sex mit einer Maschine ist nicht das Problem, das gibt es bereits", sagt er. "Aber was ist, wenn es das erste Mal, wenn es die erste Beziehung ist? Was für ein Bild bekommt der Junge oder das Mädchen dann vom anderen Geschlecht?" Er ist überzeugt: "Diese Entwicklung wird viele davon abhalten, Beziehungen mit echten Menschen einzugehen."

hn

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Lotto am Samstag: Das sind die Gewinnzahlen

Saarbrücken - Jeden Samstag warten die Spieler auf das Ergebnis der Ziehung. Hier sind die Lottozahlen vom 10. Dezember 2016.
Lotto am Samstag: Das sind die Gewinnzahlen

Innensenator: "U-Bahnhöfe dürfen keine Angsträume sein"

Berlin (dpa) - Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) hat den Angriff auf eine 26-jährige Frau in einem Neuköllner U-Bahnhof scharf verurteilt. "Es ist vor allem …
Innensenator: "U-Bahnhöfe dürfen keine Angsträume sein"

Dieser Schwanz ist eine wissenschaftliche Sensation

Myanmar - 99 Millionen Jahre nachdem Baumharz ein gefiedertes Lebewesen umhüllte, hat ein Wissenschaftler zufällig ein Stück davon gefunden. Doch der …
Dieser Schwanz ist eine wissenschaftliche Sensation

Slowakische Universität in Flammen - Video

Kosice - Meterhohe Flammen schlagen in den Nachthimmel, herabstürzende Dachteile gefährden die Feuerwehrleute. Eine der wichtigsten Bildungseinrichtungen der Slowakei …
Slowakische Universität in Flammen - Video

Kommentare