Durch die Wucht der Explosion ist das Mehrfamilienhaus komplett in sich zusammengefallen. Foto: Luca Zennaro
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Durch die Wucht der Explosion ist das Mehrfamilienhaus komplett in sich zusammengefallen. Foto: Luca Zennaro

Drama in Italien

Fünf Tote nach Gasexplosion in Wohnhaus

Savona - Mitten in der Nacht erschüttert eine Explosion ein Dorf in Ligurien. Ein Mehrparteienhaus ist eingestürzt. In den Trümmern finden Retter fünf Leichen. 

Ein Gasleck hat in Norditalien eine verheerende Explosion in einem Wohnhaus ausgelöst, bei der fünf Menschen getötet worden sind.

Durch die Wucht der Detonation sei in der Nacht zu Samstag das gesamte Gebäude in sich zusammengefallen, berichtet die Nachrichtenagentur Ansa. Entgegen ersten Angaben soll es sich um ein zweistöckiges Steinhaus mit vier Wohnungen gehandelt haben, von denen eine leer stand. Zunächst hatten die Behörden von vier Stockwerken gesprochen. Das Unglück ereignete sich in Arnasco in der Nähe der ligurischen Hafenstadt Savona.

Untersuchungen zufolge war zuvor massiv Gas ausgeströmt und hatte sich in den Räumen ausgebreitet. Zwei der Opfer hätten Jacken angehabt, was darauf schließen lasse, dass sie durch das Anschalten des Lichts die Explosion auslösten.

Bei den Todesopfern handelt es sich um vier Männer und eine Frau im Alter zwischen 49 und 76 Jahren. Eine 40-jährige Frau wurde schwer verletzt und schwebte in Lebensgefahr. Teams der Feuerwehr hatten in der Nacht unter anderem mit Spürhunden nach Überlebenden gesucht, jedoch konnten sie fünf Bewohner nur noch tot bergen.

"Ich habe so etwas noch nie gesehen, das kennt man nur aus Filmen", sagte Bürgermeister Alfredo Gallizia. In mehreren Nachbargebäuden gingen durch die Wucht der Explosion Fenster zu Bruch. "Von meinem Fenster aus sah ich überall Trümmer. Ab erst als sich die Staubwolke gelegt hatte, die durch den Einsturz aufgewirbelt worden war, wurde mir das Ausmaß der Katastrophe bewusst", sagte ein Nachbar. Es sei ein Wunder, dass die umliegenden Gebäude nicht ebenfalls eingestürzt und größtenteils nur leicht beschädigt worden seien.

dpa

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