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Woher kommt eigentlich Halloween? Wir haben zehn Fakten rund um das beliebte Gruselfest gesammelt.

Haben Sie es gewusst?

Halloween: Zehn kuriose Fakten zum Gruselfest

München - Am 31. Oktober spukt es: Halloween steht vor der Tür und vorab gruseln sich viele Kritiker des Festes vor dem Kommerz-Wahnsinn. Doch stimmt dieses Vorurteil überhaupt? Zehn kuriose Fakten zu Halloween:

"Halloween, das ist doch amerikanischer Kommerz pur!" Sprüche wie diesen hört man in Deutschland immer wieder, wenn von dem beliebten Gespenster- und Gruselfest die Rede ist. Doch wissen Sie eigentlich, was es traditionell mit Halloween auf sich hat? Wir haben zehn Fakten rund um das Fest gesammelt, die Sie überraschen werden:

- Halloween ist das wahrscheinlich älteste Fest der Welt: Schon vor 2000 Jahren feierten die Kelten das Fest Samhain, das den Übergang zwischen Sommer und Winter zelebriert. In dieser Nacht zwischen den Jahreszeiten, so glaubten die Kelten, kommunizieren die Toten mit den Lebenden.

- Halloween ist kein Fest der Amerikaner, sondern hat seinen Ursprung in Europa. Genauer gesagt: In Großbritannien. Die Siedler, die später in die USA auswanderten, führten dort das Fest ein. Trotzdem behaupten Halloween-Kritiker immer wieder, das Fest sei an amerikanischer Brauch.

- Die Kirche verteufelt das Fest bis heute. Dabei hat sie Halloween sogar zu seinem Namen verholfen. Der Legende nach haben die katholischen Kirchenführer es nicht geschafft, den Menschen das heidnische Fest auszutreiben. Deswegen verchristlichten sie Halloween und Papst Gregor IV erklärte den 1. November 835 zu "Allerheiligen". Aus dem "All Hallows Day" wurde im Sprachgebrauch "Halloween". Diese Theorie ist allerdings umstritten. Denkbar ist auch, dass die Kirche generell einen Tag zum Gedenken der Heiligen suchte.

- Dieser Brauch stammt tatsächlich aus Amerika: Die ausgehölten Kürbisse. Um die Toten zu besänftigen, stellte man ihnen Speisen und Getränke vor die Tür. Die Fratzen-Gesichter im Kürbis sollten böse Geister verscheuchen.

- In Deutschland, genauer gesagt in Thüringen und im Saarland, werden ausgehölte Rüben vor die Tür gestellt. Das geht auf einen alten irischen Brauch zurück.

- Warum sich die Menschen an Halloween verkleiden, darüber scheiden sich die Geister: Eine denkbare Theorie ist, dass sich arme Leute als Tote verkleideten, um sich an den Speisen und Getränken vor den Häusern zu bedienen.

- Der 31. Oktober ist in Deutschland Reformationstag. 1517 soll Martin Luther seine Thesen an der Wittenberger Schlossmauer angeschlagen haben.

- Allerheiligen feiern die Christen am 1. November. Deshalb gilt in der Halloween-Nacht ab 0 Uhr ein Tanzverbot in Bayern. Baden-Württemberg hat lockerere Feier-Regeln verhängt: Bis 3 Uhr Nachts dürfen Diskos und Clubs geöffnet haben. In Nordrhein-Westfalen darf bis 5 Uhr gefeiert werden, im Saarland und Rheinland-Pfalz bis 4 Uhr. Die restlichen Bundesländer dürfen sogar durchfeiern.

- Der Siegeszug von Halloween begann in Deutschland erst in den Neunziger Jahren. Am meisten Geld für Kostüme wird übrigens in Bremen ausgegeben: Durchschnittlich 51,25 Euro wenden die Menschen für Halloween-Kostüme auf. Am sparsamsten ist das Saarland. Nur 12,19 Euro kosten im Schnitt die Kostüme.

- Marktforscher erwarten, dass die Amerikaner heuer rund 7,4 Milliarden Dollar für Halloween ausgeben werden.

vin

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