Er will Schmerzensgeld

Hoden weggeschossen: Räuber verklagt NRW

Mönchengladbach - Ein Tankstellenräuber, dem nach einem Schuss eines Polizisten ein Hoden entfernt werden musste, hat das Land Nordrhein-Westfalen auf Schadenersatz verklagt.

Der Tankstellenräuber sei nach eigenen Angaben auf der Flucht gewesen, als ihn der Polizist im Juli 2012 angeschossen habe, stellte der Vorsitzende Richter Bernd Boeßem die Version des Klägers dar. Bei dem Überfall hatten Polizisten im Nebenraum auf der Lauer gelegen. Als der Täter mit einem Messer auf die Kassiererin zuging, sprang nach Gerichtsangaben ein Polizist in den Hauptraum und rief „Polizei, Stehenbleiben.“ Der Polizist schoss demnach aus kurzer Distanz auf den Kläger.

Infolge der Verletzung wurde dem heute 25-Jährigen ein Hoden entfernt. Das Land NRW stelle dagegen fest, der Polizist habe in Notwehr geschossen. 

Am ersten Verhandlungstag halbierte der Räuber seine Forderung von 10 000 auf 5000 Euro, weil er den Schaden mitverschuldet habe, wie sein Anwalt am Dienstag sagte. Das Gericht schlug zur gütlichen Einigung die Zahlung von 2500 Euro an den Kläger vor. Die Parteien wollen bis zum 8. November entscheiden.

dpa 

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Geparden setzen auf Glück und ihre gute Nase

In den Weiten der Savanne kann man sich schnell mal aus den Augen verlieren. Für lange Strecken zurücklegende und nicht zu lautem Suchgebrüll fähige Tiere wie die …
Geparden setzen auf Glück und ihre gute Nase

Lotto am Mittwoch: Das sind die Gewinnzahlen

Saarbrücken - Jeden Mittwoch warten die Spieler auf das Ergebnis der Ziehung. Hier sind die Lottozahlen vom 7. Dezember 2016.
Lotto am Mittwoch: Das sind die Gewinnzahlen

Frau in Brand gesteckt: Sie stirbt in Klinik

Kronshagen/Kiel - Grauenhafte Szenen in Kronshagen bei Kiel: Auf offener Straße hat dort ein Mann seine getrennt von ihm lebende Ehefrau mit einer brennbaren Flüssigkeit …
Frau in Brand gesteckt: Sie stirbt in Klinik

Flugzeugabsturz in Pakistan: Alle Insassen gestorben

Islamabad - Ein Passagierflugzeug mit 48 Menschen an Bord ist am Mittwoch kurz vor Islamad abgestürzt, nachdem die Maschine zuvor vom Radar verschwunden war. Laut der …
Flugzeugabsturz in Pakistan: Alle Insassen gestorben

Kommentare