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Reichlich Schnee in Molise, Süditalien.

In Italien, Japan und Bulgarien

Winter-Chaos: Stürme und hunderte Verletzte

Rom/Tokio/Sofia - Heftige Schneefälle und Kälteeinbrüche haben in mehreren Regionen Italiens für Beeinträchtigungen gesorgt. Ein plötzlicher Wintereinbruch sorgte auch in Japan für chaotische Szenen. In Bulgarien gab es Schneestürme und Überschwemmungen waren die Folge.

Sogar auf dem Vulkan Stromboli nahe Sizilien liegt Schnee.

Heftige Schneefälle und Kälteeinbrüche haben in mehreren Regionen Italiens für Beeinträchtigungen gesorgt. Vor allem an der Adriaküste im Osten des Landes blieben in Hunderten Orten am Montag die Schulen geschlossen, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Die Abruzzen, die Marken, Molise und Apulien waren besonders stark betroffen. In der Ferienregion Apulien im Südosten blieben bei Schnee und Eis mehrere Lastwagen liegen, die Fährverbindungen zu den Tremiti-Inseln in der Adria wurden vorübergehend eingestellt.

Aber auch in der Hauptstadt Rom war es deutlich kühler als in den vergangenen Wochen, hier lagen die Temperaturen nur noch knapp über dem Gefrierpunkt. In der Toskana-Stadt Florenz lösten die Behörden der Ansa zufolge wegen erwarteter Minus-Grade ebenfalls Kälte-Alarm aus. Die derzeitige Kältewelle, unter der Italien seit dem Wochenende leidet, soll den Vorhersagen zufolge noch mindestens bis zum Ende dieser Woche anhalten.

Wintereinbruch - über hundert Verletzte in Tokio

Heftige Schneefälle haben in Tokio und anderen Regionen Japans für Verkehrschaos und mehr als 100 Verletzte gesorgt.

Heftige Schneefälle haben in Japan für Chaos gesorgt, dazu kamen dann noch Regen und heftige Windböen.

Allein in der Hauptstadt Tokio mussten der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo zufolge mehr als 40 Menschen mit Verletzungen in Folge von Stürzen und Zusammenstößen im Straßenverkehr in Krankenhäuser. Eine sechs Zentimeter dicke Schneedecke hatte sich in der Nacht auf die Millionen-Metropole und die umliegenden Regionen gelegt.

Am Morgen setzte dann Regen ein. Hinzu kamen starke Windböen. Schwere Schneefälle meldeten auch der Nordosten und Norden des Inselreichs. Örtliche Medien berichteten von mindestens 120 Verletzten. Der morgendliche Berufsverkehr in Tokio und anderen Regionen wurde beeinträchtigt. Die normalerweise in Japan auf die Minute pünktlichen Züge fuhren mit teils deutlicher Verspätung. Vor manchen Bahnsteigzugängen kam es zu so großem Gedränge, dass der Zutritt teils eingeschränkt werden musste, wie der japanische Fernsehsender NHK meldete. 

Auch der Flugverkehr sowie der Betrieb von Hochgeschwindigkeitszügen wurde beeinträchtigt. Mehr als 140 Inlandsflüge mussten gestrichen werden, meldete die Agentur Kyodo. Unterdessen warnte die nationale Meteorologische Behörde vor weiteren schweren Schneefällen im Nordosten und Norden des Landes.  

Chaos auch in Bulgarien - teilweise Notstand ausgerufen

Auch in Bulgarien sorgte der Winter Chaos: intensive Schneefälle, Stürme, Lawinen und Hochwasser waren am Wochenende die Folge. Tausende Menschen mussten vielerorts am Sonntag ohne Strom auskommen. Grenzübergänge, Gebirgspässe und viele Landstraßen waren nach Schneestürmen nicht passierbar, wie die Straßenverkehrsbehörde mitteilte. Im Süden des Balkanlandes hatte es dagegen stark geregnet. Wegen Hochwassers wurde in Smoljan der Notstand ausgerufen.

In der Hauptstadt Sofia lag 40 Zentimeter Schnee auf den Straßen. Oberbürgermeisterin Jordanka Fandakowa bat die Menschen, auf Autofahrten zu verzichten. Schneeverwehungen behinderten die Fahrt auch auf mehreren Autobahnabschnitten. 200 Lastwagen konnten auf einer Fernstraße bei Wraza im Balkangebirge nicht mehr weiterfahren. Eine Lawine blockierte den Balkan-Pass Petrochan. Mehrere Personenzüge, wie etwa von der Schwarzmeerstadt Warna nach Sofia, blieben im Schnee stecken.

dpa

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