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Annette schert ihrer jüngeren Schwester Sharee die Haare. Gemeinsam kämpfen die zwei mit ihrer Schwägerin Lindsay gegen den Krebs.

Drei Diagnosen in drei Monaten

"Glatzköpfige Schwestern": Mit Humor gegen den Krebs

Davis County - Krebs ist eine harte Diagnose. Doch zwei Schwestern und ihre Schwägerin aus Utah haben ein Mittel dagegen gefunden: Sie bekämpfen den Krebs mit Humor - und machen das auf YouTube öffentlich.

Duschen, Haare waschen und föhnen innerhalb von zwei Minuten - für die meisten Frauen unmöglich. Für Sharee (34), Annette (35) und Lindsay (38) Page aus dem US-Bundesstaat Utah ganz normal. Sie sind innerhalb weniger Minuten am Morgen fertig gerichtet. Doch das hat einen traurigen Hintergrund: Die drei haben Krebs. Wegen ständiger Chemotherapien fallen ihnen die Haare aus - ein Graus für jede Frau. Doch die Schwestern bleiben stark und bauen sich gegenseitig auf.

Um auch anderen Krebspatientinnen Mut zu machen, hat Sharee, die unter Brustkrebs leidet, am Tag ihrer Diagnose den YouTube-Kanal "Breast Cancer Babe" gegründet. Ihre Videos werden tausendfach geklickt, die Zuschauerinnen sind begeistert: "Du bist fantastisch", schreibt eine Userin. "Ich bete für euch drei und den Rest der Familie". Eine andere ist dankbar, dass Sharee ihr Schicksal öffentlich macht: "Was für ein großartiges Video", findet sie. "Ich bin froh, dass du bereit bist, deine Erfahrungen zu teilen und ich freue mich auf weitere Updates von dir".

Drei Krebsdiagnosen innerhalb von drei Monaten

Wie das "People"-Magazin berichtet, bekam Sharee die Diagnose zwei Wochen, nachdem der Arzt auch bei ihrer Schwester Annette Brustkrebs festgestellt hatte. Zwei Monate vorher, im Februar dieses Jahres, war bei ihrer Schwägerin Lindsay ein Angiosarkom, ein bösartiger Tumor der Stütz- und Bindegewebe, in Lungen und Leber zurückgekehrt.  

Trotz der vielen Schicksalsschläge haben die Frauen ihren Humor nicht verloren. Sharee, die bei einer Zeitmanagement-Firma arbeitet und Single ist, macht mit ihrer Schwester Annette gerne Witze darüber, dass Männer ein Faible für Frauen mit kahlen Köpfen hätten. "Wir nennen uns die glatzköpfigen Schwestern", sagte Annette dem "People"-Magazin.

Lindsay, Mutter von vier Kindern im Alter von vier bis 13 Jahren, findet, dass man nicht traurig daheim sitzen und über sein Schicksal klagen dürfe. Stattdessen müsse man sich die Hoffnung und den Humor bewahren und sich seinem Schicksal stellen.

"Uns wurden Zitronen gegeben, wir machen Limonade draus"

Dass die drei so offen mit ihren Krankheiten umgehen, war ein ganz natürlicher Prozess. "Wir haben entschieden: Okay, uns allen wurden Zitronen gegeben, lasst uns Limonade daraus machen", sagt Sharee mit einem Augenzwinkern. Sie habe es immer geliebt zu lachen, warum sollte der Krebs das ändern? Sharee nahm sich vor, wie ihre Schwester und ihre Schwägerin mit dem Krebs umzugehen. "Mir wurde klar, dass jeder eine Art von Ballast mit sich zu tragen hat", sagt sie. Beim Einkaufen habe sie ein junges Mädchen mit nur einem Arm gesehen. Das habe ihr die Augen geöffnet.

sb

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