Leitplanke durchbrochen

Mindestens 26 Tote bei Busunglück in China - Video

Peking - Bei einem Busunglück im Norden Chinas sind mindestens 26 Menschen ums Leben gekommen.

Vier Menschen wurden verletzt, als das Fahrzeug eine Leitplanke durchbrach und von der Autobahn in einen Kanal stürzte, wie staatliche Medien am Samstag berichteten. Unglücksursache war demnach ein geplatzter Reifen.

Fernsehbilder zeigten, wie Rettungskräfte Leichen aus dem Bus zogen, der in tiefem Wasser unterhalb einer Autobahn nahe der Hafenstadt Tianjin lag. Der Fahrkartenkontrolleur, der Ersatzfahrer und zwei Passagiere überlebten das Unglück. Der Fernbus sollte laut der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua 30 Menschen von der Provinz Hebei in die nordöstliche Stadt Shenyang bringen.

Als Reaktion auf das Unglück startete die chinesische Behörde für Arbeitssicherheit eine landesweite Sicherheitsinspektion bei Bussen. Busunternehmen sollen das Training der Fahrer verbessern, gegen Überladung vorgehen und auch verhindern, dass Busse zu schnell oder ihre Fahrer übermüdet fahren.

Erst am vergangenen Wochenende war in China ein Bus in Flammen aufgegangen, nachdem er gegen die Leitplanke geprallt war. 53 Menschen starben, elf weitere wurden verletzt.

In China sterben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jedes Jahr mehr als 250.000 Menschen auf den gefährlichen Straßen des Landes. Die Regierung gibt keine Statistiken über tödliche Verkehrsunfälle heraus und nennt allenfalls weitaus niedrigere Zahlen als die WHO.

AFP/dpa

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