+
Eine große Rauchwolke steht über dem Absturzort unweit von Albacete im Osten Spaniens. Foto: Manu

Zehn Tote bei Absturz auf spanischem Stützpunkt

Madrid (dpa) - Ein Nato-Übungsflug endet mit einer Katastrophe: Ein griechisches Kampfflugzeug ist in Spanien auf einen Luftwaffenstützpunkt gestürzt und hat zehn Soldaten in den Tod gerissen.

Bei dem Unglück am Montag in der Nähe von Albacete im Südosten Spaniens seien mehr als 20 weitere Menschen verletzt worden, teilte das spanische Verteidigungsministerium mit.

Das Flugzeug vom Typ F-16 der griechischen Luftwaffe hatte auf dem Stützpunkt an einem Ausbildungsprogramm der Nato teilgenommen. Es verlor nach Ministeriumsangaben unmittelbar nach dem Start an Schub und stürzte auf eine Parkfläche, auf der andere Maschinen abgestellt waren und für ihre Starts vorbereitet wurden. Bei den Toten handelte es sich um die beiden griechischen Piloten des Unglücks-Jets sowie acht französische Soldaten, wie der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy im TV-Sender Telecinco mitteilte. Verletzt worden seien fast ausschließlich Franzosen und Italiener.

"Nach ersten Erkenntnissen" des Bundesverteidigungsministeriums waren keine Deutschen betroffen. Es gebe bislang keine Angaben über tote oder verletzte Deutsche, sagte ein Sprecher des Ministeriums in Berlin am Montagabend der Deutschen Presse-Agentur. Deutsche Soldaten seien aber auf der Basis stationiert. Ihre Zahl gab der Sprecher mit "unter 30" an.

Augenzeugen berichteten, nach dem Absturz der Maschine hätten sich eine oder mehrere Explosionen ereignet. Mehrere abgestellte Flugzeuge seien in Flammen aufgegangen. Mindestens fünf Maschinen seien beschädigt oder zerstört worden, hieß es. Über der Unglücksstelle stieg eine dunkle Rauchwolke auf. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Madrid hatte Griechenland vier Kampfflugzeuge zu dem Nato-Kurs nach Spanien geschickt.

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg bezeichnete den Absturz als "Tragödie". "Ich bin tieftraurig über das Unglück", sagte Stoltenberg einer Mitteilung zufolge in Brüssel. Das Unglück treffe die "gesamte Nato-Familie", da Menschen aus mehreren Nationen ums Leben kamen. Ebenso wie Stoltenberg erklärten auch die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini und Spaniens Regierungschef Rajoy den Hinterbliebenen ihr Beileid.

Mitteilung Nato - Englisch

Mitteilung EU - Englisch

Mehr zum Thema

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Trockenheit macht Pilzen zu schaffen

Der Herbst ist für gewöhnlich die Zeit der Pilzsammler. Doch in diesem Jahr sind die Wälder bislang fast pilzfreie Zonen – es ist zu trocken. Experten wollen die Saison …
Trockenheit macht Pilzen zu schaffen

Klinikbrand mit zwei Toten: Schrecklicher Verdacht

Bochum - Ein Feuer ließ die Bochumer Klinik zur Todesfalle werden. Zwei Menschen sterben. Die Polizei hat einen ersten schrecklichen Verdacht, was den Brand ausgelöst …
Klinikbrand mit zwei Toten: Schrecklicher Verdacht

Mordfall Höxter: Weiteres Opfer erhebt schwere Vorwürfe

Höxter - Jahrelang hielt ein Paar aus Höxter Frauen gefangen und quälte sie, zwei der Opfer starben. Jetzt gibt es erstmals auch Vergewaltigungsvorwürfe.
Mordfall Höxter: Weiteres Opfer erhebt schwere Vorwürfe

Zika-Alarm in Südostasien   

Zika im Urlaubsparadies: In Thailand wird das Virus erstmals bei Babys mit Schädelfehlbildungen nachgewiesen. Deutsche stecken sich auf den Malediven an. Breitet sich …
Zika-Alarm in Südostasien   

Kommentare