Verprügelt, eingesperrt, ausgebeutet

Misshandelte Frauen - Mutmaßlicher Zuhälter schweigt

Gera - Ein mutmaßlicher Zuhälter aus Thüringen, der Frauen verprügelt, eingesperrt und ausgebeutet haben soll, hat zum Prozessauftakt zu den Vorwürfen geschwiegen.

Er wolle sich zunächst nicht äußern, sagte der 34-Jährige am Dienstag vor dem Landgericht Gera. Laut Anklage hat er unter anderem eine Frau mit Tränengas und einem Baseballschläger attackiert. Dann habe er sie nach Plauen in Sachsen verschleppt und gezwungen, vermeintliche Schulden durch Sex-Dienste an Freiern abzuarbeiten.

Eine Tschechin soll er nach Ostthüringen geholt und in einem nur mit Matratze bestückten Raum Freiern überlassen haben. Von den Männern habe er mehrere Hundert Euro kassiert, der Frau davon aber nur ein Taschengeld zum Kauf von Lebensmitteln abgegeben.

Für den Prozess sind weitere Verhandlungstage bis Ende September geplant. Der Angeklagte sitzt in Untersuchungshaft. Die Vorwürfe lauten auf gefährliche Körperverletzung, gewerbsmäßigen Menschenhandel, ausbeuterische Zuhälterei sowie illegalen Besitz von Drogen, Waffen und Sprengstoffen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Archivbild)

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