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Laut eines neuen Gutachtens soll der Kampusch-Peiniger Wolfgang Priklopil (kl. Bild) nicht Selbstmord begangen haben.

Mögliche Wende im Fall Kampusch

Wurde Nataschas Peiniger ermordet?

München - Ein neues Gutachten im Fall Natascha Kampusch sorgt für Wirbel. Demnach sei es ausgeschlossen, dass Wolfgang Priklopil Selbstmord begangen hat.

Spektakuläre Wende im Fall Natascha Kampusch? Laut eines neuen Gutachtens sei es unmöglich, dass der Entführer und Peiniger der heute 25-Jährigen Selbstmord begangen hat. Das berichtet das Nachrichtenportal österreich.at auf seiner Website.

Karl Kröll, Bruder des verstorbenen Hauptermittlers Franz Kröll, sagt: "Aufgrund der Verletzungen von Priklopil, der Position seiner Leiche und der Funktionsweise des Zuges, ist es unmöglich, dass Priklopil Selbstmord begangen hat." Er bezieht sich mit seinem Statement auf ein neues Gutachten, das in dieser Woche noch öffentlich gemacht werden soll.

Ähnlich argumentiert der BZÖ-Politiker Ewald Stadler in einem Brief an die österreichische Innenministerin Johanna Mikl-Leitner. "So wie die Leiche liegt, stimmt nicht, was im Akt steht", heißt es in dem Brief an die ÖVP-Politikerin. Außerdem deutet Stadler an, dass wichtige Zeugen in diesem Zusammenhang nicht befragt wurden: "Der Zugbegleiter wurde im Ermittlungsverfahren nie vernommen, insbesondere auch nicht darüber, ob ihm heftiger Blutaustritt aus dem Leichenhals aufgefallen ist", schreibt der Politiker der rechtspopulistischen Partei weiter. Auf Rückfrage weist das Innenministerium die Schuld von sich: "Das Thema Selbstmord war der Teil der Evaluierung. Es gibt keinen neuen Ermittlungsauftrag", lautet die Antwort.

Acht Jahre lang war Natascha Kampusch in der Hand ihres Entführers Wolfgang Priklopil. Wird der spektakuläre Entführungsfall jetzt neu aufgerollt? Das Entführungsdrama gibt jedenfalls immer neue Rätsel auf. Ludwig Koch, der Vater von Natascha Kampusch, hat erst vor wenigen Wochen mit seinem Buch "Vermisst. Die Suche des Vater nach Natascha Kampusch" für Aufsehen gesorgt. Koch fordert, dass der Priklopil-Freund Ernst H. befragt wird. Er sei "der Schlüssel zum Rätsel", behauptet der Vater der 25-Jährigen.

jb

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