Alles so schön bunt hier (in Düsseldorf). Foto: Federico Gambarini
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Alles so schön bunt hier (in Düsseldorf). Foto: Federico Gambarini
Ein Donald Trump Lookalike vor dem Kölner Dom. Foto: Oliver Berg
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Ein Donald Trump Lookalike vor dem Kölner Dom. Foto: Oliver Berg
Waltraud (r) hat einen Platz in der ersten Reihe ergattert. Foto: Oliver Berg
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Waltraud (r) hat einen Platz in der ersten Reihe ergattert. Foto: Oliver Berg
Der Geschäftsführer Alexander Wehrle des 1. FC Köln ist unter die Narren gegangen. Foto: Rolf Vennenbernd
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Der Geschäftsführer Alexander Wehrle des 1. FC Köln ist unter die Narren gegangen. Foto: Rolf Vennenbernd
Ein Gardemädchen in Mainz. Foto: Andreas Arnold
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Ein Gardemädchen in Mainz. Foto: Andreas Arnold
Die Mainzer Schwellköpp laufen vor der Verlesung der "Närrischen Grundgesetze" auf den Schillerplatz ein. Foto: Andreas Arnold
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Die Mainzer Schwellköpp laufen vor der Verlesung der "Närrischen Grundgesetze" auf den Schillerplatz ein. Foto: Andreas Arnold
Die närrische Zeit hat begonnen. Foto: Oliver Berg
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Die närrische Zeit hat begonnen. Foto: Oliver Berg
Start in die fünfte Jahreszeit. Foto: Oliver Berg
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Start in die fünfte Jahreszeit. Foto: Oliver Berg

Karneval

Jecken starten in die närrische Zeit

Für manche ist der närrische Trubel stets ein Highlight - und für andere eine fremde Welt. In Köln treffen am 11.11. Hardcore-Karneval-Fans auf Ahnungslose. Auch in Städten wie Düsseldorf und Mainz wird geschunkelt.

Köln (dpa) - Waltraud Bartz ist unermüdlich: Seit Stunden schunkelt und klatscht die 65-Jährige auf dem Kölner Heumarkt zur Karnevalsmusik. "Ich bin schon seit halb acht hier. Ich wollte so gerne in der ersten Reihe stehen", sagt sie lachend.

Das frühe Aufstehen hat sich gelohnt: Bartz hat beste Sicht auf die große Bühne. Die Aachenerin kommt jedes Jahr am 11.11. in die Domstadt: "Das ist ganz fest im Kalender eingeplant."

Bei Shigeki Miyawaki dagegen ist es Zufall, dass er sich ausgerechnet zum närrischen Sessionsstart in Köln aufhält. Mit einer Kamera um den Hals steht er vor dem Dom und schaut sich ein wenig hilfesuchend um, während bunt verkleidete Menschen an ihm vorbeiströmen. "Ich kenne sowas nicht", sagt der Japaner. "Gestern Abend habe ich gehört, dass hier heute wohl eine Art Fest gefeiert wird." Er ist vor ein paar Tagen wegen einer Konferenz angereist, aber heute hat er Freizeit. "Ich wollte eigentlich den Dom und die Altstadt besichtigen, aber ich glaube, das kann ich vergessen."

Die 35-jährige Diana dagegen ist hartgesottener Karnevalsfan. Schon vor Wochen hat sie angefangen, bei ihren Freundinnen für ein gemeinsames Kostüm am 11.11. zu trommeln. Jetzt ist sie mit einer Gruppe von 14 Frauen unterwegs - alle als Pfau verkleidet. Die Kostüme haben sie natürlich selbst gebastelt: "Das gehört einfach dazu." So wie die Pfauen-Frauen demonstrieren viele Feier-Routiniers durch einheitliche Verkleidungen ihre Zusammengehörigkeit. Ganze Gruppen von Krümelmonstern, Astronauten und FBI-Agenten sind im Getümmel zu sehen.

In Kölns Nachbar-Hochburg Düsseldorf wird das mit der Verkleidung nicht so eng gesehen. Zwar quillt der Marktplatz fast über vor Karnevalisten, die der Rede des Erzschelms Hoppeditz lauschen und feiern - aber viele tragen nur Schmalspur-Kostüme wie Narrenkappen mit Federn.

Während es in Düsseldorf und Köln zwar bewölkt ist, aber weitgehend trocken bleibt, bibbern die Mainzer Narren im eisigen Nieselregen. Unter anderem sind sie am Fastnachtsbrunnen verkleidet im Gardekostüm oder Fantasy-Look. Dieses Jahr soll der Mainzer 11.11. erstmals bis in den Abend gefeiert werden - mit der ersten Frauen-Fastnachtsband und einer Gruppe mit dem bezeichnenden Namen "Kontrollverlust".

Für Waltraud Bartz in Köln dagegen ist es keine Frage, dass die Party noch lange geht - wie jedes Mal. Unverdrossen verteidigt sie schunkelnd ihren Platz in der ersten Reihe vor der Heumarkt-Bühne. Wenn sie später irgendwann nicht mehr stehen kann, will sie mit ihren beiden Begleiterinnen was essen gehen und sich etwas ausruhen. "Und danach geht's auf ein Partyschiff. Da feiern wir dann weiter."

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