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Das Opferfest - Eid Aladha - ist eines der höchsten religiösen Feste für Muslime.

Islamisches Fest

Opferfest: So feiern Muslime Eid Aladha

Alle Informationen zum Opferfest: Zum Gedenken an den Propheten Abraham feiern Muslime jedes Jahr weltweit das Opferfest. Es ist eines der höchsten religiösen Feste im Islam.

Weltweit bereiten sich Muslime auf das Opferfest vor: Das Opferfest - arabisch „Eid Aladha“ oder türkisch „Kurban Bayrami“ - ist das höchste Fest im Islam. Es dauert vier Tage und wird zum Höhepunkt des Hadsch - der Pilgerfahrt nach Mekka - gefeiert. Das Opferfest folgt auf den "Tag von Arafat" an dem Millionen Pilger in der Ebene von Arafat vor Mekka einen Tag lang vor Gott beten.

Der islamische Glaube richtet sich nach dem Mondkalender. Der Beginn eines Mondmonats ist der Neumond. Da der Mondmonat 29 oder 30 Tage haben kann, ist das Mondjahr kürzer als der Gregorianische Kalender. Deswegen fällt das Opferfest jedes Jahr auf einen anderen Zeitraum. Meist verschiebt sich das Opferfest um elf Tage pro Jahr. Das Opferfest 2016 wird in Deutschland von gläubigen Muslimen vom 12. bis 15. September gefeiert. 

Opferfest Eid Aladha: Warum wird das Opferfest gefeiert?

Das muslimische Opferfest erinnert an die Bereitschaft von Abraham (Ibrahim) seinen eigenen Sohn zu opfern. Gott hatte, laut der Überlieferung im Koran, Abraham auf die Probe gestellt: Er forderte ihn auf seinen Sohn zu opfern. Im letzten Augenblick stoppte Gott sein Vorhaben. Statt seines Sohnes durfte er ein Schaf opfern.    

Die Geschichte der Opferung Isaaks spielt im Christentum sowie im Judentum in unterschiedlichen Interpretationen eine Rolle. So könnte auch das Opferfest zum Dialog über die gemeinsamen religiösen Traditionen der monotheistischen Religionen beitragen.

Opferfest Eid Aladha: Warum schlachten Muslime zum Opferfest ein Tier?

Es ist Tradition zur Erinnerung an die Geschichte von Abraham zu diesem Fest ein Schaf oder eine Ziege zu schlachten. Das geschieht nach festen Regeln und auf eine bestimmte Art, dem Schächten. Beim Schächten blutet ein Tier komplett aus. Ein Teil des Fleisches wird an Bedürftige gespendet.

In Deutschland verbietet das Tierschutzgesetz die Schächtung. Muslimische Schlachter brauchen auch zum Opferfest dafür eine besondere Erlaubnis.

Opferfest Eid Aladha: Wichtige Feiertage im Islam

  • Das Opferfest 2016: 12. bis 15. September 2015
  • Das Fastenbrechfest Id Al-Fitr am Ende des Fastenmonats Ramadan: 5. Juli und bis 7. Juli 2016

Weitere wichtige Tage im islamischen Kalender:

  • Mevlid (Geburtstag des Propheten Muhammad): 11./12. Dezember 2016
  • Das islamische Neujahr (1437 n.H.): 2. Oktober 2016
  •  Ashura-Fest (Fasten- und Rettungstag des Propheten Moses): 11. Oktober 2016

Opferfest Eid Aladha: Die fünf Säulen des Islam

Der Islam legt fünf Pflichten fest, die alle Muslime einzuhalten haben und die das Gebäude - oder die Säulen - seines Glaubens ausmachen.

  • Das Ablegen des Glaubenbekenntnisses, der Schahada 
  • Das Verrichten der fünf täglichen Gebete 
  • Das Fasten (Sijam) während des gesamten Fastenmonats Ramadan.
  • Das Entrichten der Almosen-Steuer (Zakat). 
  • Die Pilgerfahrt (Hadsch) zur Kaaba in Mekka einmal im Leben, sofern man dazu in der Lage ist. Das Opferfest 2015 wird wieder zum Höhepunkt des Hadsch - der Pilgerfahrt nach Mekka - gefeiert. 

Mekka

Auch rund um das Opferfest werden Millionen Muslime zur Wallfahrt nach Mekka (Saudi-Arabien) erwartet. In Mekka wurde der Prophet Mohammed 570 n. Chr. geboren. In ihrem Zentrum steht die Heilige Moschee, die die Kaaba beherbergt, das bedeutendste Heiligtum des Islam. Beim Gebet richten sich alle Muslime in der ganzen Welt gegen Mekka zur Kaaba hin. Ein wichtiger Teil der Pilgerfahrt ist auch, sieben mal um die Kaaba zu laufen.

Das islamische Heiligtum Kaaba - Unglück überschattet Opferfest 2015

Die Kaaba ist ein würfelförmiges Gebäude inmitten der heiligen Moschee in Mekka. Ihre etwa 14 Meter hohen Mauern sind mit einem schwarzen, aber bestickten Brokatstoff bedeckt. Das Innere der Kaaba ist leer. Muslime glauben, dass die Kaaba als Gotteshaus vom Propheten Abraham und seinem Sohn Ismail erbaut wurde.

Jedes Jahr reisen mehrere Millionen Pilger nach Mekka, um in der Heiligen Moschee zu beten. Mekka liegt etwa 70 Kilometer vom Roten Meer entfernt und trägt den Ehrentitel „al-Mukarrama“ („die Ehrwürdige“). Die günstige Lage am Schnittpunkt mehrerer Karawanenstraßen auf der Arabischen Halbinsel machte sie schon früh zu einem bedeutenden Handelsplatz. Traditionell sind die Pilgerströme für die Millionenmetropole eine bedeutende Einnahmequelle.

Wenige Tage vor dem Opferfest 2015 kam es in Mekka zu einem schweren Kran-Unglück, bei dem mehr als 100 Menschen getötet worden waren. Bei einem schweren Unwetter war ein riesiger Kran auf einen Teil der Großen Moschee gestürzt.

Darf ein Nichtmuslim Mekka betreten?

Nichtmuslimen ist es nicht erlaubt die Stadt Mekka zu betreten. Mekka ist eine heilige Stadt, in der sich Gläubige zu ihren Gottesdienst zurückziehen. Der Besuch dieser Stätte - im Umkreis von 20 Kilometern - ist mit bestimmten Regeln verbunden, die einem Nichtmuslimen nicht auferlegt werden können.

dpa/ml

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