Zwei Züge waren ungebremst ineinander gerast, elf Menschen starben. Foto: Peter Kneffel
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Zwei Züge waren ungebremst ineinander gerast, elf Menschen starben. Foto: Peter Kneffel

Regen behindert Aufräumarbeiten nach Zugunfall

Bad Aibling - Noch immer liegen Trümmerteile auf den Gleisen nahe Bad Aibling. Die Arbeiter wollen die Reste der Zugkatastrophe noch an diesem Samstag wegschaffen. Doch das Wetter macht die Sache komplizierter.

Nach dem Zugunglück im oberbayerischen Bad Aibling wollen die Einsatzkräfte die Aufräumarbeiten an der Unfallstelle nach Polizeiangaben noch am Samstag beenden. "Der Regen erschwert das gerade", sagte ein Sprecher am Morgen.

"Vielleicht haben wir Glück und es hört bald auf." Rund 50 Kräfte seien vor Ort, um letzte Teile der Triebwerke abzutransportieren. "Wir hoffen, dass dabei keine Komplikationen auftreten", sagte der Sprecher.

Zwei Regionalzüge waren am Dienstag auf der eingleisigen Strecke zwischen Holzkirchen und Rosenheim ungebremst ineinander gerast. Elf Menschen starben infolge des Unfalls, Dutzende wurden verletzt. Die Unfallursache ist nach Polizeiangaben nach wie vor unklar. In einem ökumenischen Gottesdienst wollen die Menschen in Bad Aibling an diesem Sonntag der Opfer der Zugkatastrophe gedenken.

Wenn die Unfallstelle freigeräumt ist, müssen die Gleise hergerichtet und Infrastruktur wie etwa Oberleitungen instandgesetzt werden, erklärte der Polizeisprecher. Dann stehen Überprüfungsfahrten an. Die Ermittler versuchen, den Unfallhergang zu klären. Und die Bahn muss testen, ob die Strecke wieder fahrtüchtig ist. Wann sie für den regulären Verkehr freigegeben wird, war zunächst unklar. Nach einer Woche Faschingsferien in Bayern beginnt am Montag wieder die Schule.

Zwei der drei Fahrtenschreiber aus den Unglückszügen sind bereits ausgewertet. Dabei stellten die Experten keine Hinweise darauf fest, dass Signale missachtet wurden. Die dritte Blackbox war erst am Freitag beim Aufräumen aufgetaucht. Weil sie beschädigt ist, gilt die Auswertung als schwierig. Ob die Fachleute schon weitergekommen sind, konnte der Polizeisprecher am Samstagmorgen zunächst nicht sagen.

dpa

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