Soldaten räumen eine durch herabgestürzte Äste und Stämme blockierte Straße. Foto: Francis R. Malasig
1 von 5
Soldaten räumen eine durch herabgestürzte Äste und Stämme blockierte Straße. Foto: Francis R. Malasig
Dieser Schirm wird seinen Besitzer wohl nur noch unzureichend gegen den peitschenden Regen schützen. Foto: Francis R. Malasig
2 von 5
Dieser Schirm wird seinen Besitzer wohl nur noch unzureichend gegen den peitschenden Regen schützen. Foto: Francis R. Malasig
Ein Mann sucht an der Küste nach angeschwemmten verwertbaren Dingen. Teilweise erreichten die Wellen eine Höhe von drei Metern. Foto: Mark R. Cristino
3 von 5
Ein Mann sucht an der Küste nach angeschwemmten verwertbaren Dingen. Teilweise erreichten die Wellen eine Höhe von drei Metern. Foto: Mark R. Cristino
In der Stadt Talavera hat der Taifun einen Baum auf die Straße geschleudert. Foto: Francis R. Malasig
4 von 5
In der Stadt Talavera hat der Taifun einen Baum auf die Straße geschleudert. Foto: Francis R. Malasig
Taifun Koppu wütet über den Philippinen. Foto: Mark R. Cristino
5 von 5
Taifun Koppu wütet über den Philippinen. Foto: Mark R. Cristino

Philippinen: Tausende flüchten vor Taifun "Koppu"

Taifun "Koppu" wirbelt heftig über den Philippinen, zieht aber nur träge weiter. Die Folge: der Regen prasselt stundenlang nieder, es gibt Überschwemmungen und Erdrutsche. Eine Frau bleibt stoisch.

Manila (dpa) - Taifun "Koppu" hat mit prasselndem Dauerregen und peitschenden Winden auf den Philippinen Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst. Mindestens vier Menschen kamen ums Leben, wie die Behörde für Katastrophenschutz am Sonntag berichtete.

Zwei ertranken, einer erlitt einen Stromschlag und ein weiterer wurde von einem Baum erschlagen. Mehr als 16 000 Menschen flüchteten vor dem Unwetter, Tausende Familien harrten in Notunterkünften aus.

"Einige Flüsse sind über die Ufer getreten und mehrere Straßen und Brücken aufgrund von Erdrutschen und Überschwemmungen nicht mehr passierbar", sagte der Direktor der Katastrophenschutzbehörde, Alexander Pama. Betroffen seien mindestens 15 Straßen und 10 Brücken. Das Unwetter entwurzelte nach Angaben der Behörde Mango- und Akazienbäume, legte Bananenstauden flach, riss Strommasten um und deckte Dächer ab. In der ganzen Provinz Aurora und umliegenden Landstrichen fiel der Strom aus. Menschen wateten teils bis zur Brust im Wasser durch überschwemmte Straßen, wie Fernsehsender zeigten. Ausläufer rissen auch in der Millionenmetropole Manila Bäume um.

Eine Frau wollte sich den schönsten Tag im Leben aber nicht von dem Taifun kaputtmachen lassen: In San Jose nördlich von Manila ließ Madel Ortega sich die lange Schleppe ihres weißen Brautkleids über die Regenpfützen tragen und schritt lächelnd in die Kirche, um ihrem Verlobten Russel Aquino das Jawort zu geben. Statt der Sonne strahlte die Braut, der Bräutigam hatte mit dem Hochhalten des Tüllrocks alle Hände voll zu tun.

Der Taifun wirbelte nach Angaben der Wetterbehörde Pagasa zunächst mit Spitzengeschwindigkeiten von 185 Kilometern in der Stunde, schwächte sich aber ab. Mit anhaltenden Winden von 150 Kilometern in der Stunde war es ein Taifun der Kategorie zwei von fünf Schweregraden. Das Unwetter bewegte sich aber quälend langsam, nur rund fünf Kilometer in der Stunde. So prasselte der Regen stundenlang ohne Unterlass auf dieselbe Region. Flug- und Fährverkehr waren eingestellt, Tausende Passagiere strandeten.

"Koppu" (japanisch für: Krater) war in der Nacht zu Sonntag bei Casiguran 215 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Manila an Land gekommen. Er sollte nach den Berechnungen der japanischen Meteorologiebehörde (JMA) Richtung Norden ziehen. Ausläufer erreichten auch die Millionenmetropole Manila.

Die Philippinen erleben im Jahr rund 20 Taifune. Einer der folgenschwersten war im November 2013 Taifun "Haiyan". Mindestens 6300 Menschen kamen um. Vier Millionen verloren ihre Bleibe.

Pagasa mit Updates auf Facebook

Katastrophenschutz

Meistgesehene Fotostrecken

Schwere Unwetter: So heftig krachte es am Sonntagabend

München/Erfurt - Der Frühling verabschiedet sich mit heftigen Gewittern: In Augsburg sorgen Starkregen und Hagel beinahe für einen Abbruch des Fußball-Länderspiels. …
Schwere Unwetter: So heftig krachte es am Sonntagabend

Licht-Festival verwandelt Sydney in Farbenmeer

Sydney - Licht-Projektionen und fantasievolle Installationen hüllen Sydney drei Wochen lang in bunte Farben. Am Freitag startete das „Vivid Sydney“-Festival in der …
Licht-Festival verwandelt Sydney in Farbenmeer

Ärger über Hotline - Gebrüll ruft Polizei auf den Plan

Mannheim - Gut gebrüllt: Ein Rentner aus Mannheim hat sich so über eine Telefonhotline geärgert, dass er laut losbrüllte. Wegen des Geschreis kam die Polizei. Was hatte …
Ärger über Hotline - Gebrüll ruft Polizei auf den Plan

Sonnenflieger "Solar Impulse 2" beendet 13. Etappe

Lehigh Valley (dpa) - Der Schweizer Sonnenflieger "Solar Impulse 2" hat die 13. Etappe seiner Weltumrundung geschafft. Das mit Sonnenenergie angetriebene Flugzeug, …
Sonnenflieger "Solar Impulse 2" beendet 13. Etappe

Kommentare