hass
+
Die Welt trauert um Hans Hass.

Naturforscher (94) tot

Unterwasserpionier Hans Hass gestorben

Wien - Der österreichische Tauchpionier und Meeresforscher Hans Hass ist tot. Der Wiener starb im Alter von 94 Jahren bereits am vergangenen Sonntag in Wien.

Das teilte das Hans-Hass-Institut am Samstag mit. Der Österreicher gilt als einer der großen Naturforscher des vergangenen Jahrhunderts. Mit Filmen wie „Abenteuer im Roten Meer“ (1951) brachte er in der Nachkriegszeit die Unterwasserwelt einem großen Publikum näher.

Hass wurde vor allem durch seine Dokumentarfilme über Haie und seinen Einsatz für den Umweltschutz bekannt.

Seine Einblicke unter Wasser eröffneten einem breiten Publikum ein völlig unbekanntes Universum. Bereits mit 20 Jahren veröffentlichte Hass, der 1919 in Wien geboren wurde, sein erstes Buch „Jagd unter Wasser mit Harpune und Kamera“ und begann Unterwasserfilme zu drehen. Seine Reisen führten ihn rund um den Globus etwa in die Ägäis, ins Rote Meer, nach Polynesien, Australien, zu den Galapagos Inseln und in den Indischen Ozean. Insgesamt publizierte er 32 Bücher und produzierte 73 Filme.

Die große Liebe des studierten Zoologen galt stets den Haien, denen er den Ruf als Schrecken der Ozeane nehmen wollte. Mit Filmen („Menschen unter Haien“) und Büchern („Unter Korallen und Haien“, „Der Hai - Legende eines Mörders“) kämpfte er für eine bessere Reputation der Tiere. Obwohl er bereits vor über 50 Jahren das Tauchen an den Nagel gehängt hat, setzte er sich weiter für Haie ein und wurde zum Kämpfer gegen Umweltzerstörung.

Hass wollte sich selbst immer völlig geräuschlos den Tieren unter Wasser näher, um sie zu fotografieren. „Ich wollte mich wie ein Fisch unter Fischen bewegen", sagte der Meeresforscher einmal. Dazu erarbeitete er neuartige Tauchflossen, führte ein Schwimmtauchgerät mit Sauerstoff ein, das vom Forschungsschiff unabhängiger machte, und entwickelte die ersten funktionsfähigen Unterwasserkameras.

Stets begleitet wurde Hass von seiner Frau Lotte, die zunächst als Assistentin an seiner Seite arbeitete. Sein Begräbnis fand am Samstag im engsten Kreis der Familie in Wien statt.

dpa

Meistgelesene Artikel

Unglück von Bad Aibling: Hier lagern die Fundsachen der Bahn-Katastrophe

Bad Aibling - Tag zwei nach dem schweren Zugunglück von Bad Aibling: Wir berichten weiterhin live von der Unfallstelle bei Rosenheim zwischen Kolbermoor und Bad Aibling.
Unglück von Bad Aibling: Hier lagern die Fundsachen der Bahn-Katastrophe

Mordversuch an deutscher Backpackerin in Australien

Salt Creek - Ein Mann hat in Australien eine deutsche und eine brasilianische Frau, die gemeinsam als Rucksacktouristinnen unterwegs waren, schwer verletzt.
Mordversuch an deutscher Backpackerin in Australien

Nach Norden hin immer bewölkter

Offenbach (dpa) - Heute gibt es zwischen Deutscher Bucht und Oderbruch und nordöstlich davon bei meist starker Bewölkung weitere, schauerartige Regenfälle.
Nach Norden hin immer bewölkter

61 Leichen nach Erdbeben in Taiwan geborgen

Die Einsatzkräfte finden nur noch Leichen. Die Hoffnung, noch Überlebende zu bergen, ist gering.
61 Leichen nach Erdbeben in Taiwan geborgen

Kommentare