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Der vordere Teil des Busses blieb in der Luft am Leitungsmast hängen.

Ursache noch unklar

13 Verletzte bei dramatischem Busunfall in Tschechien

Otrokovice - Ungewöhnlicher Anblick für die Rettungskräfte: Im Südosten Tschechiens ragt ein Oberleitungsbus im schrägen Winkel in die Luft. Fünf Fahrgäste werden schwer verletzt.

Bei einem dramatischen Busunfall sind im Südosten Tschechiens 13 Menschen verletzt worden, davon 5 schwer bis lebensgefährlich. Ein Oberleitungsbus knallte in Otrokovice frontal gegen einen Leitungsmast, knickte diesen in Schräglage und rutschte an dem Mast hinauf, wie die Agentur CTK am Dienstag berichtete. „Der vordere Teil des Trolleybusses ist somit in der Luft hängengeblieben“, sagte ein Feuerwehrsprecher.

Ein Hubschrauber und mehrere Rettungswagen waren im Einsatz, um die Verletzten in umliegende Krankenhäuser zu bringen. Sie trugen unter anderem Kopf- und Wirbelsäulenverletzungen davon. Die Ursache des Unglücks war zunächst nicht bekannt. Ein Alkoholtest beim 56-jährigen Busfahrer, der selbst einen Schock erlitt, fiel negativ aus.

Den Rettungskräften bot sich ein Anblick wie aus einem Actionfilm: Auch Stunden nach dem Unfall ragte der Oberleitungsbus noch im 45-Grad-Winkel in die Luft und zog Schaulustige an. Erst am Nachmittag konnte die Unfallstelle geräumt werden, nachdem ein Spezial-Räumfahrzeug aus dem 70 Kilometer entfernten Brünn (Brno) eingetroffen war. Weil der Bus vom Mast herunterzufallen drohte, waren die Straße und eine angrenzende Bahnstrecke gesperrt worden.

Die Oberleitungsbusse verkehren seit mehr als 70 Jahren zwischen den benachbarten Industriestädten Zlin und Otrokovice im Südosten Tschechiens. Das Streckennetz umfasst knapp 34 Kilometer. Der Unfall hätte noch schlimmer ausgehen können: Die Oberleitung wird mit einer lebensgefährlichen Spannung von 600 Volt betrieben.

Die Verkehrsbetriebe baten um Entschuldigung. „Es tut uns sehr leid, dass es zu dem Unfall gekommen ist und dabei Menschen verletzt wurden“, teilte deren Leiter Josef Kochan mit. Bei dem verunglückten Gelenkbus soll es sich nach Medienberichten um ein erst zwei Jahre altes Fahrzeug handeln. Nach Angaben der Polizei wird wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt, zunächst gegen unbekannt.

dpa

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