Erdbeben
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Das Beben der Stärke 7,1 ereignete sich zwischen den Molukken-Inseln und der Insel Sulawesi.

Tsunami-Warnung inzwischen aufgehoben

Schweres Erdbeben im Meer vor Indonesien

Jakarta - Ein Seebeben der Stärke 7,3 hat am Samstag die Molukken-Inselgruppe in Indonesien erschüttert. Zunächst bestand Tsunami-Gefahr. Berichte über Opfer und Schäden stehen noch aus.

Ein schweres Erdbeben unter dem Meeresboden hat in Indonesien am Samstag eine Tsunamiwarnung ausgelöst. Bis zu ein Meter hohe Wellen seien möglich, hieß es zunächst vom Tsunami-Warnzentrum auf Hawaii. Kurze Zeit später dann die Entwarnung: "Es gibt keine Tsunamibedrohung mehr", schrieb das Tsunami-Warnzentrum auf seiner Facebook-Seite.

Auf den Molukken wurden Tsunamiwellen von etwa 90 Zentimetern registriert.Kleinere Wellen wurden auch für die Küsten der Philippinen, Japans, Taiwans sowie der Inseln im Südpazifik vorhergesagt. Nach Angaben der philippinischen Behörden mussten die Küstengebiete aber nicht evakuiert werden, da von den Wellen keine allzu große Gefahr ausgehe.

Zwei Stunden nach dem Erdbeben wurden von den Küsten im Osten des riesigen Inselstaates zunächst keine Schäden gemeldet. Das Beben geschah am Samstag um 03.31 Uhr MEZ zwischen den Molukken- Inseln und der Insel Sulawesi, rund 150 Kilometer von der nächsten Küste entfernt.

Die US-Geologiebehörde USGS sprach zunächst von einer Stärke von 7,3 - korrigierte dies aber später auf 7,1. Das Epizentrum lag nach korrigierten Schätzungen etwa 35 Kilometer unter dem Meeresboden. Bis zu 70 Kilometer tiefe Beben können theoretisch Tsunami-Wellen auslösen. 2012 gab es vor der Westküste Sumatras Beben mit einer Stärke weit über 8,0. Weil die Erdplatten sich aber horizontal und nicht vertikal bewegten, gab es weder einen Tsunami noch Schäden.

Indonesien liegt am hufeisenförmigen sogenannten Feuerring rund um den Pazifischen Ozean. Dort gibt es zahlreiche aktive Vulkane und jedes Jahr tausende, meist kleineren Erdbeben. Ursache sind die dort aufeinanderstoßenden verschiedenen Erdplatten.

(dpa), AFP

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