In schwer gepanzerten Fahrzeugen werden Andrew Chan und Myuran Sukumaran auf die Gefängnisinsel Nusakambangan gebracht, wo sie erschossen werden sollen. Foto: Mast Irham/Archiv
1 von 10
In schwer gepanzerten Fahrzeugen werden Andrew Chan und Myuran Sukumaran auf die Gefängnisinsel Nusakambangan gebracht, wo sie erschossen werden sollen. Foto: Mast Irham/Archiv
Richter Ujang Abdullah verkündet die Ablehnung eines Antrags der beiden australischen Todeskandidaten. Foto: Mast Irham
2 von 10
Richter Ujang Abdullah verkündet die Ablehnung eines Antrags der beiden australischen Todeskandidaten. Foto: Mast Irham
Unter den Todeskandidaten ist der Australier Andrew Chan. Foto: Made Nagi/Archiv
3 von 10
Unter den Todeskandidaten ist der Australier Andrew Chan. Foto: Made Nagi/Archiv
Gebet für die Verurteilten: Freiwillige der Mercy Campaign im balinesischen Denpasar. Foto: Johannes P. Christo/Archiv
4 von 10
Gebet für die Verurteilten: Freiwillige der Mercy Campaign im balinesischen Denpasar. Foto: Johannes P. Christo/Archiv
Fähre nach Nusakambangan: Der aufwändige Transport der Todeskandidaten zu ihrer Hinrichtungsstätte wurde zum Medienspektakel. Foto: Mast Irham/Archiv
5 von 10
Fähre nach Nusakambangan: Der aufwändige Transport der Todeskandidaten zu ihrer Hinrichtungsstätte wurde zum Medienspektakel. Foto: Mast Irham/Archiv
Auf der Insel Nusakambangan vollstrecken indonesische Erschießungskommandos die Todesstrafe. Foto: Mast Irham
6 von 10
Auf der Insel Nusakambangan vollstrecken indonesische Erschießungskommandos die Todesstrafe. Foto: Mast Irham
Todeskandidaten: Andrew Chan (r.) und Myuran Sukumaran hatten 8,3 Kilogramm Heroin von Bali nach Australien schmuggeln wollen. Foto: Made Nagi/Archiv
7 von 10
Todeskandidaten: Andrew Chan (r.) und Myuran Sukumaran hatten 8,3 Kilogramm Heroin von Bali nach Australien schmuggeln wollen. Foto: Made Nagi/Archiv
Andrew Chan wird von vermummten und schwerbewaffneten Polizisten ins Nusakambangan-Gefängnis gebracht, wo ein Erschießungskommando auf ihn wartet. Foto: Made Nagi/Archiv
8 von 10
Andrew Chan wird von vermummten und schwerbewaffneten Polizisten ins Nusakambangan-Gefängnis gebracht, wo ein Erschießungskommando auf ihn wartet. Foto: Made Nagi/Archiv

Verzweifelte Familien nehmen Abschied von Todeskandidaten

Indonesien ignoriert die Proteste und bereitet im Blitzlichtgewitter internationaler Medien die Hinrichtung von Drogenschmugglern vor. Die letzten Stunden haben geschlagen, glauben verzweifelten Angehörige.

Jakarta (dpa) - Die Angehörigen der in Indonesien zum Tode verurteilten Drogenschmuggler haben am Dienstag Abschied genommen. Sie rechneten in der Nacht zu Mittwoch mit der Vollstreckung.

Die Familien kehrten am Nachmittag verzweifelt von der Hinrichtungsinsel Nusa Kambangan auf das Festland zurück. "Ich werde ihn nicht wiedersehen", sagte die Mutter des Australiers Myuran Sukumaran Reportern schluchzend. "Sie erschießen ihn um Mitternacht".

Neben Sukumaran (34) sind dessen Landsmann Andrew Chan (31), sowie eine Philippinerin, vier Nigerianer, ein Brasilianer und ein Indonesier in Todeszellen. Exekutionen finden um Mitternacht (19.00 Uhr deutscher Zeit) statt. Verurteilte werden vor ein Erschießungskommando gestellt.

Australiens Außenministerin Julie Bishop kündigte Konsequenzen an, wenn die Urteile vollstreckt werden. Ihre Regierung protestiert seit Wochen öffentlich. Sie habe auf ihre jüngste Intervention keine Reaktion bekommen, sagte sie im Fernsehen: "Wenn Präsident Widodo nicht in letzter Minute einschreitet, fürchte ich das Schlimmste für unsere Landsleute." Indonesiens Präsident Joko Widodo hat sich alle Einmischung in Justizangelegenheiten verbeten.

Die Staatsanwaltschaft weigerte sich, den genauen Hinrichtungstermin zu nennen, nach Angaben ihres Sprechers, um Medienrummel zu vermeiden. Das gelang ihr aber nicht. In Cilacap, wo die Boote zur Hinrichtungsinsel ablegen, kampieren seit Tagen zahlreiche Reporter.

Neben UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat sich auch der Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und humanitäre Hilfe, Christoph Strässer, für die Verurteilten eingesetzt. Er rief Widodo am Montag auf, die Todesurteile in Freiheitsstrafen umzuwandeln.

Ein ebenfalls wegen Drogenschmuggels zum Tode verurteilter Franzose, der ursprünglich zeitgleich hingerichtet werden sollte, bekam Aufschub, weil ein Gericht eine neue Eingabe prüfen wollte.

Facebook-Gruppe Freunde von Sukumaran

Facebook-Gruppe Freunde von Chan

SBS-Dokumentation

Zeitungsbericht Hinrichtungsinsel

Petition für Gnade

Interview mit Sukumarans Schwester und Mutter

Strässer-Stellungnahme

Mehr zum Thema

Auch interessant

Meistgesehene Fotostrecken

Eindrücke vom Oktoberfest: Blauer Himmel und gute Laune

München - Am zweiten Samstag hat es zahlreiche Besucher auf das Münchner Oktoberfest gezogen. Bei strahlendem Sonnenschein feiern die Menschen in den Biergärten und …
Eindrücke vom Oktoberfest: Blauer Himmel und gute Laune

Welt-Artenschutzkonferenz entscheidet über 500 Tierarten

Johannesburg - 183 Länder entscheiden über rund 500 Tierarten. In Südafrika diskutieren Vertreter aus aller Welt etwa über Nashörner, Papageien und Haie. Umstritten ist …
Welt-Artenschutzkonferenz entscheidet über 500 Tierarten

Länder fordern starke Abschreckung bei illegalen Autorennen

Bei waghalsigen Wettfahrten auf der Straße gibt es immer wieder Tote und Verletzte. Der Bundesrat will dem einen Riegel vorschieben und schlägt schärfere Sanktionen vor. …
Länder fordern starke Abschreckung bei illegalen Autorennen

Horror-Crash in Österreich: Mädchen (16) stirbt

Zeillern - Bei einem Verkehrsunfall in Niederösterreich ist eine Jugendliche ums Leben gekommen. Sieben Menschen erlitten teils schwere Verletzungen.
Horror-Crash in Österreich: Mädchen (16) stirbt

Kommentare