Kameras in Bahnen, Bussen und Trams sowie an Bahnhöfen werden in Deutschland immer mehr zur Selbstverständlichkeit. Foto: Lukas Schulze
+
Kameras in Bahnen, Bussen und Trams sowie an Bahnhöfen werden in Deutschland immer mehr zur Selbstverständlichkeit. Foto: Lukas Schulze

Videoüberwachung im Bahn- und Busverkehr nimmt zu

Kameras in Bahnen, Bussen und Trams sowie an Bahnhöfen werden in Deutschland immer mehr zur Selbstverständlichkeit. Die Deutsche Bahn setzt auf einen Ausbau, der Nahverkehr ist teilweise schon weiter.

Berlin (dpa) - Die Überwachung von Bahnhöfen, Zügen und Bussen wird deutschlandweit ausgebaut. Sowohl die Deutsche Bahn als auch die Nahverkehrsunternehmen setzen auf Videokameras. Nach Angaben der Bahn sind zurzeit bundesweit 4800 Kameras an rund 640 Bahnhöfen installiert.

Zudem gibt es 18 000 Videokameras in Regionalzügen und S-Bahnen. Die Tendenz sei steigend, sagt eine Sprecherin. Bis Jahresende will das Unternehmen die Videotechnik an mehr als 100 Bahnhöfen ausbauen.

Im Nahverkehr ist die Ausrüstung mit Videokameras nach Angaben des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) bereits Standard. Die Kommunen, in deren Hand die Verkehrsbetriebe in der Regel liegen, überwachten U-Bahnen, Busse und Trams sowie U-Bahnhöfe bereits weitgehend, sagte VDV-Sprecher Lars Wagner. "Da gibt es nicht mehr so viel auszubauen." Anders sehe es dagegen bei Haltestellen am Straßenrand aus. Dort seien Kameras teilweise baulich schwierig unterzubringen. Eine Nachrüstung erfolge sukzessive.

Während die Bahn mit Hilfe der Kameras die Abläufe auf den Gleisen kontrollieren will, geht es den Kommunen vor allem darum, Vandalismus einzudämmen. Zerkratzte Scheiben, beschmierte Fahrscheiben - "das ist schon ein Problem", sagte VDV-Sprecher Wagner. Videokameras hätten da eine abschreckende Wirkung und bereits eine deutliche Verbesserung gebracht. Ermittler können auf die Aufnahmen zugreifen, wenn dies zur Verfolgung von Straftaten erforderlich ist.

In Berlin konnte vergangene Woche der Sexualmord an der 18-jährigen Hanna mit Videobildern aus einer U-Bahn in wenigen Tagen aufgeklärt werden. Nach Ansicht von Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) ist die Videoüberwachung aber kein Allheilmittel. "Es braucht immer auch Personal, das eingreifen kann."

Ausbau von Videotechnik bei der DB

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Drogenhandel hinter Gittern - Elf Urteile erwartet

Stuttgart (dpa) - Ende eines Mammut-Prozesses: Nach einem mehr als zweijährigen Verfahren sollen heute in Stuttgart die Urteile gegen elf Männer fallen, denen …
Drogenhandel hinter Gittern - Elf Urteile erwartet

Im Süden und Osten Sonne - Sonst Regen und Gewitter

Offenbach (dpa) - Am Montag ist es im Norden und Nordwesten stark bewölkt mit etwas Regen, später kommen von der Nordsee her noch einige Schauer auf, vereinzelt auch …
Im Süden und Osten Sonne - Sonst Regen und Gewitter

Polizei findet vermissten Schweizer Jungen

In der Schweiz verschwindet ein Junge. Acht Tage später holt ihn ein Spezialeinsatzkommando aus der Wohnung eines Düsseldorfers. Der Junge hatte den Mann bei …
Polizei findet vermissten Schweizer Jungen

Erweiterter Panama-Kanal eröffnet

Nach neun Jahren Bauzeit geht ein Jahrhundertwerk in Betrieb. Die erweiterte Wasserstraße in Mittelamerika soll den jährlichen Frachtdurchsatz Panamas verdoppeln. …
Erweiterter Panama-Kanal eröffnet

Kommentare