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Etwa 900 Schüler besuchen die Dene Highschool. Ein Schütze hatte hier das Feuer eröffnet und mehrere Menschen getötet.

"Albtraum aller Eltern"

Blutbad mit vier Toten an Schule in Kanada

Saskatoon - Der Schulbetrieb ist in vollem Gang, als im kanadischen La Loche Schüsse fallen. Vermutlich hatte der Schütze zuvor schon in einem Haus das Feuer eröffnet. Bilanz seiner Attacke: vier Tote.

Ein Schütze hat in einer kanadischen Kleinstadt vier Menschen getötet und mindestens zwei weitere schwer verletzt. Offenbar erschoss er in einem Haus zwei junge Verwandte, bevor er an der nahe gelegenen High School das Feuer eröffnete, berichtete die Lokalzeitung „Star Phoenix“ unter Berufung auf anonyme Quellen. Dort starb Angehörigen zufolge eine 23-jährige Lehrerin. Über das vierte Todesopfer wurde zunächst nicht bekannt. Die Polizei nahm einen jungen Mann fest und stellte eine Waffe sicher. Premierminister Justin Trudeau sprach von einem „schrecklichen und tragischen Tag“.

Die 2600 Einwohner zählende, abgelegene Ortschaft La Loche, in der sich die Bluttat ereignete, liegt in der kanadischen Taiga im Zentrum des Landes gut 400 Kilometer nordöstlich von Edmonton. Die Schule besuchen etwa 900 Schüler vom Vorschulalter bis zur zwölften Klasse. Im betroffenen Gebäude werden die Klassen sieben bis zwölf unterrichtet. Zunächst war von fünf Toten die Rede, die Polizei korrigierte diese Zahl aber später nach unten.

„Dies ist der Alptraum aller Eltern“, sagte Trudeau, der sich zur Zeit der Tat wegen des Weltwirtschaftsforums im Alpenkurort Davos aufhielt. Polizei und Rettungskräfte hätten „zügig und mutig“ gehandelt. Beide Schulgebäude waren kurz nach dem Vorfall abgeriegelt worden. Der Premierminister der Provinz, Brad Wall, teilte mit: „Worte können meinen Schock und meine Trauer über diese schrecklichen Ereignisse in La Loche heute nicht ausdrücken.“

Einem Bericht des „Star Phoenix“ zufolge hatte der Schütze nach seiner ersten Tat Nachrichten über soziale Netzwerke verschickt, und erklärt, zwei Menschen getötet zu haben und auf dem Weg zur Schule zu sein. Die Opfer seien vermutlich ins fast sieben Autostunden entfernte Krankenhaus in Saskatoon geflogen worden, sagte Polizeisprecherin Maureen Levy vor Journalisten. Der Schütze, dessen Motive zunächst unklar blieben, hatte das Feuer am Freitagmittag (Ortszeit) eröffnet.

Anders als im Nachbarland USA sind die Waffengesetze in Kanada vergleichsweise streng. Die schwerste Schulmassaker ereignete sich in Kanada 1989, als der 25-jährige Marc Lepine 14 Frauen erschoss und 13 weitere Menschen verletzte, bevor er sich selbst das Leben nahm. In einem Schreiben nannte er seinen Hass auf Feministinnen als Motiv.

dpa

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