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Der Geheimplanet Nibiru soll verantwortlich für Blutmonde wie diesen sein.

Verschwörungstheoretiker sicher: Nibiru ist schuld

Und das vor der Wiesn! Im September soll mal wieder die Welt untergehen

München - Kaum ein Jahr vergeht ohne Ankündigung des Weltuntergangs. Und auch heuer müssen sich die Menschen auf Armageddon vorbereiten - und zwar schon im nächsten Monat.

Update vom 10. November 2016: Am Montag ist der größte Supermond seit 70 Jahren über Deutschland zu sehen. Wir haben zusammengefasst, was Sie zum Supermond am 14. November 2016 wissen müssen.

Update vom 14. Oktober 2016: Auch an diesem Wochenende gibt es ein Mond-Phänomen über Deutschland zu sehen. Dann präsentiert sich der so genannte Supermond.

Update vom 15. September 2016: Am Freitag, den 16. September 2016, geht die Halbschattenfinsternis des Mondes über die Bühne. Wir verraten Ihnen, wann und wo Sie die Halbschattenfinsternis des Mondes sehen können.

Es passiert schon wieder! Im September geht die Welt unter. In regelmäßigen Abständen prophezeien Verschwörungstheoretiker der Erde das endgültige Ende - und auch in diesem Jahr bleibt der Bevölkerung ein Armageddon nicht erspart. Was passieren wird? Kurz: die Erde kollidiert mit einem mysteriösen Planeten.

Um es gleich zu erwähnen: Nibiru ist ein Phantomplanet. Ihn gibt es nicht. Also so ganz offiziell, denn bisher konnte kein Astronom ihn orten. Für die Verschwörungstheoretiker laut Dailymail natürlich gefundenes Fressen, denn das sei ganz klar ein Zeichen für Vertuschungsversuche der Regierung.

Doch wie kommen die Endzeit-Fans auf die Idee, Nibiru stünde ausgerechnet jetzt bereit für ein Endzeit-Szenario? Auslöser ist der Blutmond, bei dem für kurze Zeit der Vollmond in den Kernschatten der Erde eintaucht. Bei dieser Finsternis verschwindet der Mond nicht komplett, sondern ist weiterhin erleuchtet - und zwar rötlich. Und hier kommt der Unterschied, denn dass der Mond rot wird, erklären Astronomen und Verschwörer unterschiedlich. Laut Astronomen bricht ein Teil des auf die Erde scheinenden Sonnenlichts in der Erdatmosphäre und wird in den Erdschatten gelenkt. Da aber die blauen Lichtanteile stärker gestreut werden als die roten, landen nur die rötlichen Wellen auf dem Erdtrabanten. Das Ergebnis: der Blutmond.

Diese Theorie schmeckt den Verschwörungsfans überhaupt nicht. Sie behaupten, Nibiru sei der wahre Grund für den roten Mond - da er diesem schon so nahe sei und seinen roten Schatten auf ihn werfe. Belegt wird das ganze durch ein Video, das vor wenigen Tagen auf YouTube landete. Aufgenommen in Pennsylvania, zeigt es den roten Himmelskörper und einen seltsamen roten Fleck rechts daneben. Und dieser Fleck - nein, laut Erzähler des Videos ist es definitiv KEINE Lichtreflexion auf der Linse - ist Nibiru. "Es gibt absolut keine Zweifel, dass hier ein Planet in unserem Sonnensystem ist, der nicht hierher gehört", erzählt die Stimme. So weit, so gut.

Ein Fleck auf der Linse - oder doch ein mystischer Planet, der da rechts des Mondes auftaucht?

Doch warum steht uns ausgerechnet jetzt die Apokalypse bevor? Der Blutmond hat schon seit langer Zeit den Ruf eines Vorboten für das Ende der Welt. Die US-Pastoren Mark Blitz und Jahn Hagee gingen 2008 aber noch einen Schritt weiter und versicherten in ihrer "Blutmond-Prophezeiung", dass nach vier Mondfinsternissen der Weltuntergang bevor stünde. Und schon der Prophet Joel sagte laut Bibel: "Die Sonne wird in Finsternis und der Mond in Blut verwandelt werden, ehe denn der große und schreckliche Tag des Herrn kommt." 

Nächster Blutmond am 16. September?

Sollte es im September also einen Blutmond geben, wäre es laut dem Erzähler des Videos der vierte in Folge (Juni, Juli, August und September) und demnach sei es "an der Zeit, sich vorzubereiten". Den 16. September sollten wir in unseren Kalendern also schon mal blutrot markieren. 

Was genau dann geschehen wird, ist allerdings noch offen. Entweder, Nibiru trifft uns kurz und schmerzlos voll auf die Neun und die Erde zerspringt in billionen Teile, oder aber, es kommt zu einem leichten Streifschuss, der eine Pol-Umkehrung zur Folge hat und die alles Leben auf der Erde vernichten wird. Und selbst, wenn Nibiru uns knapp verfehlt, sieht es für Mensch und Tier schlecht aus. Denn auch dann käme es zu einer Umkehrung der Pole, und um dem blauen Planeten endgültig den Rest zu geben, könnte der mystische Planet Plasma-Energie-Teilchen gen Erde schleudern, die unser Klima durcheinander wirbeln.

Alle drei Szenarien klingen nicht gerade prickelnd. Doch um der Bevölkerung zumindest ein bisschen Mut zu machen: Die Astronomen sind sich ziemlich sicher, dass es nicht soweit kommen wird - denn wäre tatsächlich ein Planet auf Amokfahrt in Richtung Erde, hätten Forscher ihn längst entdeckt.

Auch im Jahr 2015 sollte die Welt untergehen. Damals wurde prophezeit, dass sich während der Wiesn ein Dimensionstor öffnet.

mes

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