Wiesenhof
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Auf dem Wiesenhof-Geflügelbetrieb in Lohne (Kreis Vechta) ist ein großes Feuer ausgebrochen.

400 Einsatzkräfte und Hubschrauber vor Ort

Video: Großbrand bei Wiesenhof - Lage unter Kontrolle

Lohne - Großbrand beim Geflügelproduzenten Wiesenhof: In Lohne ist am Montag ein Feuer ausgebrochen. Erst nach einiger Zeit bringen die Einsatzkräfte die Lage unter Kontrolle.

Beim Geflügelproduzenten Wiesenhof im niedersächsischen Lohne hat ein Großbrand Millionenschaden verursacht. Dichter schwarzer Rauch zog am Ostermontag über das Firmengelände. Bei dem Feuer wurden zwei Menschen leicht verletzt. Ein Mitarbeiter von Wiesenhof und ein Angehöriger der Rettungskräfte mussten zur Behandlung in ein Krankenhaus.

Bilder: Millionenschaden nach Großbrand bei Wiesenhof

Rund 400 Einsatzkräfte und ein Polizeihubschrauber waren vor Ort. Der Einsatz werde wohl bis in die Nacht oder die frühen Morgenstunden dauern, sagte der Sprecher des Landkreises Vechta, Jochen Steinkamp, am Montagabend.

Wo genau das Feuer ausgebrochen und was die Ursache dafür war, blieb zunächst unklar. Auch die genaue Höhe des entstandenen Schadens blieb zunächst völlig offen. Er sei aber im zweistelligen Millionenbereich anzusiedeln, sagte Steinkamp. Die Firma selbst machte zunächst keine Angaben dazu.

Keine Schlachtungen an Ostermontag

Wiesenhof teilte lediglich mit, dass bei Ausbruch des Feuers nur wenige Mitarbeiter in dem Betrieb gewesen seien und dass alle rechtzeitig in Sicherheit gebracht worden seien. Am Ostermontag seien zudem keine Tiere in Lohne geschlachtet worden.

Das Firmengelände befindet sich in direkter Nähe zu einem Wohngebiet. Anwohner hatten den Rauch bemerkt und die Rettungskräfte alarmiert. Außerdem löste eine Brandmeldeanlage Alarm aus. Ob sich im Rauch Schadstoffe befanden, blieb laut Feuerwehr zunächst ungeklärt. Es wurden demnach immer wieder Messungen durchgeführt. Anwohner sollten vorsichtshalber Türen und Fenster geschlossen halten.

Zwischenfall schon am Samstag

Bereits am Samstag war es bei dem Geflügelproduzenten zu einem Zwischenfall gekommen. In einer Produktionshalle war Ammoniakalarm ausgelöst worden. Die Halle wurde geräumt. Verletzt wurde dabei niemand. Die Ursache des Ammoniakaustritts war zunächst unklar. Möglicherweise habe sich das Ventil einer Leitung gelöst, hieß es bei der Polizei. In der betroffenen Halle wird das Geflügel für den Weiterverkauf zerlegt.

Vor gut einem Jahr richtete bereits ein Feuer in einer Hähnchenschlachtanlage des PHW-Konzerns in Bayern einen Schaden in zweistelliger Millionenhöhe an. Im niederbayerischen Bogen stand damals eine 2400 Quadratmeter große Werkshalle in Flammen.

6600 Mitarbeiter, 2,4 Milliarden Euro Umsatz

Der Geflügelfleisch-Marktführer PHW um die Marke Wiesenhof beschäftigt alleine in Lohne rund 1600 Mitarbeiter. An allen Standorten ist im letzten Geschäftsjahr die Zahl der Mitarbeiter von 5000 auf 6600 gestiegen. Der Gesamtkonzern profitierte im vergangenen Jahr von einer gestiegenen Nachfrage. Der Umsatz lag eigenen Angaben zufolge bei 2,38 Milliarden Euro und der Absatz von Geflügel-Spezialitäten bei 689.609 Tonnen.

dpa/AFP

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