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Ein Anwohner räumt Ziegeltrümmer weg. Foto: Matthias Bein

Tornado beschädigt 50 Häuser in Thüringer Kleinstadt

Abgedeckte Häuser und ein Trampolin, das auf einem Pflegeheim landet: Eine Windhose ist über die Kleinstadt Ellrich hinweggefegt. Dennoch kommt der Ort glimpflich davon.

Ellrich (dpa) - Ein kleiner Tornado hat an vielen Gebäuden einer Thüringer Kleinstadt erhebliche Schäden angerichtet. An etwa 50 Häusern in Ellrich am Harz wurden die Dächer teilweise abgedeckt, wie die Polizei mitteilte.

Der Bürgermeister Matthias Ehrhold schätzte den Schaden auf mehrere Zehntausend Euro. "Wir hatten extrem Glück, dass nicht mehr passiert ist."

Die Windhose war am Mittwochnachmittag durch die Kleinstadt gefegt. Verletzte gab es nach bisherigen Erkenntnissen der Rettungskräfte nicht. Die Feuerwehr war bis in die Abendstunden mit Aufräum- und Sicherungsarbeiten beschäftigt.

Nach Angaben von Einsatzleiter Andreas Bodenlos wütete der Sturm lediglich über Teilen der Kleinstadt. "Es war nur ein kleiner Streifen betroffen", sagte er. So sei in einer Straße ein Baum entwurzelt, das angrenzende Haus aber nicht beschädigt worden. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) erreichen Tornados oder Windhosen in der schwächsten Ausprägung Windgeschwindigkeiten von bis zu 115 Kilometern pro Stunde.

Tornados erinnern optisch an einen Rüssel, der sich von der Wolkendecke absenkt. Meteorologen sprechen von einer "Trichterwolke", die bereits am Himmel zu rotieren beginnt. Die Drehbewegung führt dazu, dass Gegenstände vom Boden weggeschleudert werden.

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