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Polizisten untersuchen den Tatort in Wuppertal. Foto: Holger Battefeld

Räuber feuert auf Polizisten und tötet sich selbst

Wuppertal (dpa) - Ein schwer bewaffneter Räuber hat auf zwei Polizisten in Wuppertal gefeuert und sich kurz danach selbst erschossen. Zeugen hatten am Freitagabend nach Polizeiangaben beobachtet, dass sich ein Mann an Autos zu schaffen machte. Als sich die alarmierten Beamten dem mutmaßlichen Autoknacker näherten, habe der 44-Jährige sofort das Feuer eröffnet.

Anschließend floh er dem Polizeisprecher zufolge in eine Seitenstraße und erschoss sich. In seinem Rucksack fanden die Beamten ein Sturmgewehr. Erste Ermittlungen ergaben, dass der 44-Jährige bereits bewaffnete Raubüberfälle - mit einer Maschinenpistole - verübt hatte.

Die beiden jungen Polizisten blieben unverletzt und wurden von einem Seelsorger betreut. Das Gebiet rund um den Ort des Geschehens war zunächst abgeriegelt. Etwa 50 Polizisten waren im Einsatz. Eine Mordkommission wurde in den Abendstunden eingerichtet.

"Es ist ein großes Glück, dass am heutigen Abend in Wuppertal keine Polizisten schwer verletzt oder getötet worden sind. Mein ausdrücklicher Respekt gilt den Kollegen, die täglich ihre Gesundheit und ihr Leben riskieren", erklärte Einsatzleiter Stefan Kronenberg.

Nach Angaben der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen gibt bei manchen Kriminellen eine Tendenz, schnell von der Schusswaffe Gebrauch zu machen. "Polizisten müssen jederzeit damit rechnen", sagte der Sprecher der GdP NRW, Stephan Hegger, der Deutschen Presse-Agentur.

In regionalen Trainingszentren werde auf projizierte Filmsequenzen geschossen, so dass die Beamten sehr realitätsnah üben könnten. "Das Training heißt auch Schießen/Nicht schießen. Die Polizisten werden trainiert, erst mal andere Mittel einzusetzen als die Schusswaffe", betonte Hegger.

Mitteilung der Polizei

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