Samsung Apple Gewinnrückgang
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Samsung gerät durch Apple unter Druck.

Gewinnrückgang

Apple setzt Samsung unter Druck

Seoul - Apple und chinesische Smartphone-Hersteller heizen Marktführer Samsung ein. Im abgelaufenen Quartal lief es für die zwar wieder etwas Südkoreaner besser. Doch im Vergleich zum Vorjahr muss Samsung kräftige Einbußen beim Gewinn hinnehmen.

Der langjährige Smartphone-Marktführer Samsung bekommt den härteren Wettbewerb mit Apple und den kräftig aufholenden chinesischen Herstellern immer deutlicher zu spüren. Im Weihnachtsquartal 2014 gingen Gewinn und Umsatz beim weltgrößten Hersteller von Speicherchips, Fernsehern und Handys im Jahresvergleich zurück. Im Gesamtjahr fuhren die Südkoreaner erstmals wieder seit 2011 einen niedrigeren Jahresgewinn ein.

Der Überschuss fiel im vierten Quartal im Jahresvergleich um 27 Prozent auf 5,35 Billionen Won (4,4 Milliarden Euro), wie das führende südkoreanische Technologieunternehmen am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz ging um elf Prozent auf 52,7 Billionen Won zurück.

Allerdings fiel das Ergebnis im abgelaufenen Quartal besser als von Analysten erwartet aus. Vor allem die robuste Nachfrage nach Speicherchips federte die Auswirkung durch den Rückgang im Mobil-Geschäft ab.

Im Gesamtjahr verzeichnete Samsung mit 23,4 Billionen Won einen um 23,2 Prozent niedrigeren Reingewinn als 2013. Die Umsatzerlöse rutschten um 9,8 Prozent auf 206,2 Billionen Won ab.

Die Zahlen zeugen vom harten Kampf im Smartphone-Markt sowohl bei günstigen als auch bei teuren Geräten. Im vergangenen Jahr machten in Asien besonders lokale Hersteller in China und Indien den Südkoreanern ihre Spitzenposition im Geschäft mit Handys und Smartphones streitig.

Daneben verzeichnete im Oberklasse-Segment vor allem Apple große Absatzerfolge. Das iPhone 6, das wie einige Samsung-Geräte mit größeren Bildschirmen ausgestattet ist als frühere Modelle, hatte Apple im Weihnachtsgeschäft den höchsten Gewinn eines Unternehmens in einem Quartal beschert - 18 Milliarden Dollar.

Der US-Konzern näherte sich mit 74,5 Millionen verkauften iPhones den Absatzzahlen des langjährigen Marktführers Samsung. Der Absatz der Südkoreaner dürfte im vierten Quartal bei 76 Millionen Stück gelegen haben, berichteten südkoreanische Medien unter Berufung auf Marktexperten. Die Analysefirma Strategy Analytics sieht die beiden Unternehmen sogar auf exakt gleicher Höhe. Samsung selbst veröffentlichte zum Smartphone-Verkauf keine Zahlen.

Trotz eines „leichten“ Rückgangs des Smartphones-Absatzes im Vergleich zum Vorquartal erhöhte sich der Gewinn der Sparte infolge eines „effizienten Kostenmanagements und eines Umsatzanstiegs, der durch eine verbesserte Produktpalette bewirkt wurde“, hieß es in einer Mitteilung von Samsung. Auch die Preise für teurere Modelle hätten sich erhöht.

Für Samsung dürfte nach Einschätzung von Beobachtern vor allem das neue Spitzenmodell Galaxy S6 von großer Bedeutung im Kampf um Marktanteile in der Oberklasse sein. Die Vorstellung des neuen Modells wird für dieses Frühjahr erwartet. Man gehe davon aus, dass der Smartphone-Wettbewerb intensiver werde, prognostizierte Samsung. Das Wachstum werde durch den schnellen Datenfunkstandard LTE und die aufstrebenden Märkte angetrieben.

Das Chip-Geschäft habe im abgelaufenen Quartal infolge einer starken Nachfrage nach herkömmlichen DRAM-Bausteinen für PCs und Unternehmensserver spürbar zugelegt, hieß es weiter. Auch für NAND-Flash-Speicher, die in Smartphones und Tablet-Computern verwenden werden, wurde demnach ein starker Bedarf verzeichnet.

dpa

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