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In Kalifornien

Apple und Google investieren in Öko-Strom

New York - Nach dem Milliarden-Rekordgewinn legt Apple-Chef Tim Cook die Akzente stärker auf Umwelt- und Datenschutz. Den Aktionären winken neue Ausschüttungen.

Apple und Google setzen in großem Stil auf Öko-Strom in Kalifornien. Der iPhone-Konzern investiert 850 Millionen Dollar in Solar-Strom. Der Internet-Riese Google kauft Windstrom für seine Zentrale in Mountain View.

Apple habe sich mit dem Anbieter First Solar für den Bau einer riesigen Anlage in Kalifornien zusammengetan, sagte Konzernchef Tim Cook. Das über fünf Quadratkilometer große Solarzellen-Feld solle genug Strom für das neue Hauptquartier in Cupertino sowie alle Apple Stores in Kalifornien und die restlichen Büros der Firma in dem US-Staat produzieren.

„Wir machen das, weil es das Richtige ist“, sagte Cook am Dienstag bei einer Konferenz der Investmentbank Goldman Sachs in New York. „Wir bei Apple wissen, dass der Klimawandel Realität ist.“ Der Einsatz von Solarenergie bringe Apple aber auch Einsparungen. First Solar teilte mit, Apple habe eine Liefervereinbarung für 25 Jahre abgeschlossen und investiere 848 Millionen Dollar (749,2 Mio Euro).

Google erklärte am Mittwoch, während für die Rechenzentren schon seit 2007 grüner Strom eingekauft werde, sei es die erste Ausweitung auf Büro-Standorte des Konzerns. Ein seit den 80er Jahren aufgebauter Windpark auf dem Altamont Pass werde dafür mit neuen Turbinen ausgestattet.

Apple stellt bereits seit Jahren seine Rechenzentren und andere Standorte auf erneuerbare Energie um. Der Konzern betreibt eine der größten Solar- und Brennstoffzellen-Anlagen der USA in Maiden im US-Bundesstaat North Carolina, um sein dortiges gigantisches Rechenzentrum zu versorgen.

Cook bekräftigte sein Bekenntnis zu strikterem Datenschutz. So wolle der Konzern bei seinem Bezahldienst Apple Pay ganz bewusst nicht wissen, wer wo was kauft. Er glaube, dass die Menschen mit der Zeit gegen eine breit angelegte Erfassung und Auswertung ihrer Daten rebellieren werden, sagte der Apple-Chef. Zudem solle das kontaktlose Bezahlen per Handy mehr Sicherheit bieten. „Bei Apple Pay geben wir dem Händler nie ihre Kreditkarten-Nummer.“ Ihm selbst seien die Kreditkarten-Informationen drei Mal gestohlen worden, sagte Cook.

Kurz vor Cooks Auftritt schloss die Apple-Aktie auf dem Höchststand von 122,02 Dollar. Damit war Apple als erstes US-Unternehmen am Ende eines Handelstages mehr als 700 Milliarden Dollar wert. Rechnet man die Inflation ein, lag der Börsenwert von Microsoft auf dem Höhepunkt der Dot-com-Ära mit über 800 Milliarden Dollar in heutigem Geld theoretisch noch höher. Aktuell ist der Softwarekonzern an der Börse noch knapp 350 Milliarden Dollar wert.

Den weltweiten Rekord hält der chinesische Konzern Petrochina, der zum Börsengang 2007 für kurze Zeit umgerechnet rund eine Billion Dollar wert war. Das ging allerdings auch auf eine sehr eingeschränkte Aktienplatzierung zurück, die Bewertung ist inzwischen weit unter den damaligen Höhepunkt gesunken.

Apple hatte vor allem dank dem Erfolg des iPhone 6 im vergangenen Quartal 18 Milliarden Dollar verdient. Die Geldreserven schwollen auf 178 Milliarden Dollar an. Den Aktionären stellte Cook am Dienstag weitere Ausschüttungen in Aussicht. Das werde gerade erwogen, zur Vorlage der nächsten Quartalszahlen im April solle es eine Entscheidung geben.

Cooks Vorgänger auf dem Apple-Chefposten, der Firmengründer Steve Jobs, hatte sich stets geweigert, Geld an die Aktionäre auszuschütten. Angesichts der riesigen Reserven verlangten jedoch immer mehr Anteilseigner eine Dividende. In den vergangenen Jahren unter Cook flossen an die Investoren über 100 Milliarden Dollar.

Cook trug bei dem Auftritt die Computeruhr Apple Watch, die im April auf den Markt kommen soll. Er nutze sie als Fitness-Monitor beim Sport und auch, um mit der sprechenden persönlichen Assistentin Siri zu kommunizieren, sagte der Apple-Chef. Er sehe Chancen, mit der Uhr wie einst beim Musikplayer iPod oder dem iPad-Tablet spät in einen Markt einzusteigen und ihn doch umzukrempeln. Computer-Uhren werden bereits von diversen Anbietern verkauft, besonders präsent ist Apples Erzrivale Samsung.

dpa

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