Arbeitslosenquote in Spanien auf Rekordhoch

Madrid - In Spanien werden immer mehr Menschen erwerbslos: Die Arbeitslosenquote stieg im zweiten Quartal 2012 auf 24,63 Prozent, teilte das nationale Statistikamt am Freitag mit.

Laut einheimischen Medien markieren die nun 5,69 Millionen Arbeitslosen die höchste je in Spanien erfasste Quote. Die Jugendarbeitslosigkeit (bis 25 Jahre) stieg auf 53 Prozent.

“Die Sparmaßnahmen heben die Arbeitslosigkeit in Spanien auf einen historischen Rekord“, hieß es am Freitag in der Online-Ausgabe der Zeitung “El País“. Die Zahlen seien wieder gestiegen und jetzt höher als je zuvor.

Das Land hat derzeit die mit Abstand höchste Arbeitslosenquote in der Eurozone. Das Land kämpft gegen die zweite Rezession in den letzten drei Jahren. Schon im vergangenen Monat hatten die Mitgliedsstaaten der Eurozone Spanien Finanzhilfen in Höhe von 100 Milliarden Euro zugesagt, um den Banksektor zu restrukturieren. Die Regierung in Madrid will aber vermeiden, wie Griechenland, Irland und Portugal unter den Rettungsschirm der EU zu flüchten.

Nach dem Versprechen der Europäischen Zentralbank (EZB) vom Donnerstag, alles zu tun, “was zum Schutz des Euros notwendig ist“, schwächte sich der Druck auf spanische Staatsanleihen ab. Die Zinsen für zehnjährige Anleihen stiegen nur gering um 0,03 Prozent auf 6,93 Prozent und verblieben damit unter der als kritisch angesehenen Sieben-Prozent-Marke. An der Börse legte der Leitindex Ibex 35 am Freitag bis Mittag leicht zu.

dapd

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