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Asien und Nordamerika sind mit einem Absatzanteil von jeweils gut einem Drittel die wichtigsten Märkte für Daimler. Foto: Julian Stratenschulte

Asien und Nordamerika sollen Daimlers Lkw-Sparte 2015 tragen

Stuttgart (dpa) - Nordamerika soll Daimlers Lkw-Geschäft in diesem Jahr zu einem neuen Absatzschub verhelfen. Die Verkäufe in den USA, Kanada und Mexiko dürften deutlich über dem Vorjahr liegen, sagte Daimlers Nutzfahrzeugvorstand Wolfgang Bernhard in Stuttgart.

Eine genaue Prognose machte er nicht. Für den gesamten Markt in Nordamerika rechnet Daimler 2015 aber mit einem Plus von zehn Prozent. Auch in Asien erwarten die Stuttgarter insgesamt eine positive Entwicklung. 

Asien und Nordamerika sind mit einem Absatzanteil von jeweils gut einem Drittel die wichtigsten Märkte für Daimler. Im vergangenen Jahr hatten die Stuttgarter insgesamt 496 000 Nutzfahrzeuge verkauft. Ziel für dieses Jahr ist ein "deutliches" Absatzplus von mehr als fünf Prozent. "Wir wollen deutlich über die 500 000 hinaus", sagte Bernhard. Bis 2020 soll der Absatz dann auf 700 000 wachsen. Weltweit rechnet der Autobauer im Geschäft für mittelschwere und schwere Lastwagen in diesem Jahr wieder mit einer leichten Erholung nach einem Rückgang 2014. 

Doch nicht überall läuft es rund: In Asien setzt Bernhard seine Hoffnungen vor allem auf Indien und Indonesien. In China sieht Bernhard dagegen Schwierigkeiten - genau wie Russland. "Gott sei Dank ist das für uns kein wichtiger Markt", sagte Bernhard. Daimler habe dort zuletzt lediglich 5000 Nutzfahrzeuge abgesetzt.  

Westeuropa dürfte in diesem Jahr erneut stagnieren. In Südamerika bereitet vor allem Brasilien Sorgen. Der Start in das Jahr sei in Brasilien bereits deutlich schwächer ausgefallen als erwartet, sagte Bernhard. Für das Gesamtjahr erwartet Daimler, dass der brasilianische Markt um zehn Prozent einbrechen wird.

Um den Absatz anzukurbeln, setzt Daimler auf neue Vertriebszentren in den Regionen. Aus Dubai sollen beispielsweise der Nahe Osten und Nordafrika betreut werden, aus Nairobi Zentralafrika. Dabei gehe es nicht darum, Kosten zu sparen, sondern den Absatz zu steigern, betonte Bernhard.

"Daimler Trucks soll eine tragende Säule des Ertrags werden", sagte der Daimler-Vorstand. Ein neues Sparprogramm sei nicht in Planung. Daimler hatte die Kosten der Lkw-Sparte gerade erst um 1,6 Milliarden Euro gedrückt. Allerdings werde es weitere Aktivitäten gebe. Daimler hatte zuletzt mit den Betriebsräten in mehreren deutschen Werken der Nutzfahrzeugsparte den Abbau von Arbeitsplätzen ausgehandelt und im Gegenzug Investitionen von insgesamt 2,8 Milliarden Euro bis 2020 angekündigt.

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