Griechenlands neuer Finanzminister Varoufakis vermeidet den Begriff "Schuldenschnitt". Foto: Matt Dunham
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Griechenlands neuer Finanzminister Varoufakis vermeidet den Begriff "Schuldenschnitt". Foto: Matt Dunham

Athen: Keine Abkehr von Forderung der Schuldenentlastung

Athen/London (dpa) - Die griechische Regierung hat bekräftigt, dass sie nicht von ihrer Forderung nach einer deutlichen Schuldenentlastung abkehrt. "Es gibt keine Abwendung", sagte der griechische Regierungssprecher Gabriil Sakellaridis im griechischen Rundfunk.

Seinen Worten nach geht es dabei um Techniken, die schwere Schuldenlast tragfähig zu machen. Der neue griechische Finanzminister Gianis Varoufakis hatte in einem Interview mit der "Financial Times" (Dienstag) gesagt, er wolle nicht mehr von einem Schuldenschnitt sprechen. Dieser sei politisch in Deutschland und anderen Gläubigerländern nicht akzeptabel. Stattdessen denke die Regierung an eine Vorschlagsliste von Umschuldungsmaßnahmen.

Nach seine Worten könne es sich dabei um neue Anleihen ohne Endfälligkeit (Perpetual Bonds) sowie eine wachstumsgebundene Rückzahlung griechischer Schulden handeln. Zudem wolle Athen die Steuerhinterziehung hart bekämpfen und reiche Griechen schärfer besteuern.

Seine Vorschläge für neue Umschuldungsmaßnahmen nannte Varoufakis eine intelligenten Umgang mit den Schulden, der den Begriff "Schuldenschnitt" vermeide. Am Dienstag gab er in Athen eine weitere Erklärung dazu ab. Um Griechenland aus der "Schulden-Leibeigenschaft" zu befreien, werde die Regierung (in Athen) nicht zögern, auch "Euphemismen" (beschönigende Bezeichnungen) zu benutzen, hieß es darin.

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