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BMW ist glimpflicher als erwartet durch das Krisenjahr 2009 gekommen.

BMW fährt in die schwarzen Zahlen

München - Nach einem Umsatzdämpfer und Absatzeinbruch im vergangenen Jahr will der Münchner Autohersteller BMW in diesem Jahr wieder auf Wachstumskurs einschwenken.

“Die BMW Group geht mit einigem Optimismus in das neue Jahr. Neue Modelle werden bei uns im Laufe des Jahres für zusätzlichen Rückwind sorgen“, erklärte BMW-Chef Norbert Reithofer am Freitag laut Mitteilung in München. 2009 dürfte das Unternehmen vor Steuern zudem wie geplant schwarze Zahlen geschafft haben. Dies zeige, dass das konsequente Kostenmanagement sowie die Maßnahmen zur Verbesserung der Profitabilität griffen. Die BMW-Aktie profitierte von dem zuversichtlichen Ausblick des Konzernchefs. Am Vormittag notierten die Papiere zeitweise um gut zwei Prozent im Plus bei über 30 Euro.

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Zum Jahresbeginn hatte der Autobauer wegen der Absatzschwäche bei wichtigen Modellreihen erneut tausende Mitarbeiter im weltgrößten BMW-Werk in Dingolfing in Kurzarbeit geschickt, die Maßnahmen liefen am Freitag aus. Weitere Kurzarbeit sei nun nicht mehr geplant, hieß es bei dem Unternehmen.

Im vergangenen Jahr gaben die Erlöse des Konzerns um 4,7 Prozent auf knapp 50,7 Milliarden Euro nach. Damit fiel das Umsatzminus moderater aus als die Absatzeinbußen. In den einzelnen Konzernsparten zeigte sich eine unterschiedliche Entwicklung. Während das Unternehmen im Kerngeschäft mit Autos der Marken BMW, Mini und Rolls- Royce 10,3 Prozent an Umsatz verlor auf 43,7 Milliarden Euro, konnte die Sparte Finanzdienstleistungen die Erlöse leicht steigern um ein halbes Prozent auf 15,8 Milliarden Euro. In der Motorrad-Sparte brachen die Umsätze im vergangenen Jahr dagegen um gut 13 Prozent auf knapp 1,1 Milliarden Euro ein.

Die weltweite Automobilkrise hatte den weiß-blauen Autobauer im vergangenen Jahr mit einem Absatzminus um 10,4 Prozent auf knapp 1,29 Millionen verkaufte Autos getroffen. 2010 sollen die Auslieferungen wieder um einen einstelligen Prozentsatz auf mehr als 1,3 Millionen Autos zulegen, wie Reithofer bekräftigte. Dabei setzt BMW unter anderem auf die neue 5er-Reihe, die Ende März auf den Markt kommen und vom zweiten Quartal an für Schwung sorgen soll.

Wachstumschancen verspricht sich das Unternehmen in diesem Jahr neben China auch wieder in seinem Heimatmarkt Deutschland und in den USA, wo die Auslieferungen 2009 besonders empfindlich nachgaben um gut ein Fünftel auf nur noch gut 303 000 verkaufte Autos. Die schwache Absatz- und Umsatzentwicklung drückte auch auf die Beschäftigtenzahl bei BMW. Weltweit beschäftigte das Unternehmen Ende vergangenen Jahres 96 230 Mitarbeiter, das waren knapp vier Prozent weniger als vor Jahresfrist.

dpa

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