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Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Bayerns Metall-Arbeitgeber: Kurzarbeit in vielen Firmen

München - Die bayerische Metall- und Elektroindustrie läuft angesichts der weltweit schwachen Nachfrage auf Sparflamme. In 60 Prozent aller Betriebe wird derzeit kurzgearbeitet.

Das haben die Metall-Arbeitgeberverbände BayME und VBM am Freitag mitgeteilt. Weitere 6 Prozent planten dies in den nächsten Monaten. Damit liege die Branche deutlich über dem bayerischen Durchschnitt. Im gesamten Freistaat hätten zuletzt nur 26 Prozent der Firmen Kurzarbeit angemeldet. "Der weltweite Abschwung trifft die bayerische M+E-Industrie besonders hart", sagte Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt in München.

In den betroffenen Betrieben arbeitet nach Angaben der Arbeitgeber im Schnitt die Hälfte der Beschäftigten kurz. Kurzarbeit für alle Beschäftigten gelte nur bei 17 Prozent der Unternehmen. Insgesamt arbeiteten in der gesamten Metall- und Elektro-Industrie in Bayern damit 14,5 Prozent aller Beschäftigten weniger. In fast zwei Drittel der Betriebe soll die Kurzarbeit aber nur bis Jahresende laufen.

Bislang sei durch die Kurzarbeit ein größerer Stellenabbau vermieden worden, sagte Brossardt. Die Kurzarbeit könne aber nicht beliebig verlängert werden, da sie teuer sei. Unternehmen müssten 24 bis 35 Prozent der Personalkosten für die ungenutzte Arbeitskraft tragen. "Der Abschwung dauert jetzt schon ein Jahr. Es wird deshalb in den nächsten Monaten nach Auslaufen der Kurzarbeit unvermeidlich vermehrt zu Personalabbau kommen."

dpa

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