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Angeblich will die Deutsche Bahn im kommenden Jahr auf Preiserhöhungen verzichten.

Bericht

Verzichtet die Bahn auf Preiserhöhungen?

Berlin - Die harte Konkurrenz durch die Fernbusse zwingt die Deutsche Bahn womöglich zu einem Verzicht auf Preiserhöhungen im Fernverkehr.

In internen Unterlagen werde eine "Nichtrealisierung" von Preismaßnahmen in den Jahren 2016 und 2017 als "möglich" eingestuft, berichtete das "Manager-Magazin" am Donnerstag unter Berufung auf einen Risikobericht der Bahn-Tochter DB Fernverkehr. Die Deutsche Bahn hatte im Fernverkehr bereits für dieses Jahr auf eine Preiserhöhung in der zweiten Klasse verzichtet.

Die Deutsche Bahn sieht sich seit der Marktöffnung für Fernbusse vor zwei Jahren scharfer Konkurrenz ausgesetzt. Im vergangenen Jahr entgingen dem Konzern so 120 Millionen Euro an Einnahmen.

In dem internen Bericht werden die Konkurrenten der Fernbusbranche laut "Manager-Magazin" als Großrisiko aufgeführt. Das Ergebnis der Sparte könnte in den kommenden Jahren um 672 Millionen Euro gedrückt werden, berichtete das Magazin. Auch die gewachsene Preisempfindlichkeit der Kunden werde als gravierendes Risiko für die Fernzüge genannt. Der "sehr wahrscheinliche" Ergebniseffekt werde mit 618 Millionen Euro beziffert, hieß es in dem Bericht weiter.

Die Deutsche Bahn erklärte, sie kommentiere Berichte über interne Papiere, "deren angebliche Inhalte und Spekulationen dazu" grundsätzlich nicht. Konzernchef Rüdiger Grube hatte am Dienstag eine Offensive im Fernverkehr angekündigt. Demnach stellt die Deutsche Bahn im Februar eine neue Strategie für ihre Busflotte vor, die bisher hinter den inzwischen fusionierten Marktführern MeinFernbus und Flixbus weit zurückliegt. Im März soll ein neues Konzept für den Fernverkehr folgen.

AFP

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