Reichweitenstärkstes Online-Medium

Verkauf von T-Online an Axel Springer?

Bonn - Die Deutsche Telekom verhandelt einem Bericht zufolge mit dem Konzern Axel Springer über einen Verkauf des Portals T-Online.

Es gebe bereits Gespräche zwischen Spitzenmanagern beider Unternehmen, berichtete die "Wirtschaftswoche" am Samstag vorab. Die Gespräche befänden sich aber noch "in einem sehr frühen Stadium". Von der Telekom und Axel Springer waren zunächst keine Stellungnahmen zu erhalten.

Dem Bericht zufolge steht bereits fest, dass T-Online verkauft werden soll. Das Portal ist der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (Agof) zufolge das reichweitenstärkste Online-Medium in Deutschland. Weil auch die zu Axel Springer gehörende Internetseite der "Bild"-Zeitung, "bild.de", eine der meistgenutzten Nachrichtenseiten ist, müsste der Kauf von T-Online durch den Medienkonzern laut "Wirtschaftswoche" vom Bundeskartellamt geprüft werden. Ungewiss ist dem Bericht zufolge noch, ob neben dem Portal weitere zu T-Online gehörende Aktivitäten veräußert werden, zum Beispiel der E-Mail-Dienst.

Axel Springer ist mit einem Umsatz von 2,8 Milliarden Euro im Jahr 2013 der zweitgrößte deutsche Medienkonzern hinter Bertelsmann. Das Unternehmen hat das Ziel ausgegeben, zum weltweit führenden "digitalen Verlag" zu werden. Im vergangenen Jahr wurde bereits die Hälfte des Umsatzes im Online-Bereich erwirtschaftet. Zu Axel Springer gehören neben Nachrichten-Portalen unter anderem auch das Karrierenetzwerk "Stepstone", die Immobiliensuchseite "Immonet" und die Autovermittlungsseite "Autohaus24".

AFP

Rubriklistenbild: © dpa

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Union lehnt Sondersteuer in Milchkrise ab

Die Erwartungen der Bauern an den "Milchgipfel" am Montag sind groß. Wie lassen sich Überproduktion und Preisverfall bekämpfen? Vorschläge für eine neue Steuer stoßen …
Union lehnt Sondersteuer in Milchkrise ab

Maschinenbauer befürchten Einbußen bei einem Brexit

Großbritannien zählt zu den wichtigen Märkten für Maschinen "Made in Germany". Die deutsche Schlüsselindustrie blickt daher mit Sorge auf das näherrückende Referendum …
Maschinenbauer befürchten Einbußen bei einem Brexit

US-Notenbankchefin deutet baldige Leitzins-Anhebung an

Washington (dpa) - US-Notenbankchefin Janet Yellen hat heute erneut eine baldige Anhebung des Leitzinses angedeutet. Das Wachstum in den Vereinigten Staaten scheine …
US-Notenbankchefin deutet baldige Leitzins-Anhebung an

IW-Studie prognostiziert: In 25 Jahren Rente mit 73

Berlin - Die Deutschen können nach einer Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) künftig möglicherweise erst mit 73 Jahren in Rente gehen.
IW-Studie prognostiziert: In 25 Jahren Rente mit 73

Kommentare