Air Berlin und Alitalia kooperieren und bieten künftig gemeinsame Flüge an.
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Air Berlin und Alitalia kooperieren und bieten künftig gemeinsame Flüge an.

Wöchentlich 412 Verbindungen

Air Berlin und Alitalia fliegen nun gemeinsam

Berlin - Gemeinsame Direktverbindungen und eine enge Zusammenarbeit: Air Berlin und Alitalia haben eine umfassende Vereinbarung geschlossen.

Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft Air Berlin geht eine weitreichende Kooperation mit der italienischen Alitalia ein. Die Airlines wollen ihre Direktverbindungen zwischen Italien, Deutschland, Österreich und der Schweiz mit gemeinsamen Flugnummern anbieten.

Damit können Passagiere bei Air Berlin auch Alitalia-Flüge buchen und umgekehrt. Wie beide Unternehmen am Dienstag ankündigten, sind wöchentlich 412 Nonstop-Verbindungen und ausgewählte Anschlussflüge von dem Codesharing-Abkommen betroffen.

Ab dem 26. Oktober sollen zudem die drei täglichen Air-Berlin-Flüge von Düsseldorf sowie die zwei täglichen Flüge von Berlin-Tegel nach Mailand auf den näher am Stadtzentrum liegenden Flughafen Linate verlegt werden. Zuvor war der etwas weiter außerhalb liegende Airport Malpensa angeflogen worden.

Auch die drei täglichen Flüge der österreichischen Tochter Niki werden nach Linate verlegt. Vom 1. November an sollen die Kunden zudem die Vielfliegerprogramme beider Airlines nutzen können.

Air-Berlin-Chef Wolfgang Prock-Schauer betonte, das Abkommen hebe Italiens Bedeutung für die Airline „auf ein neues Niveau“. Alitalia-Chef Gabriele Del Torchio meinte: „Wir führen unsere Strategie fort, kommerzielle Abkommen mit großen internationalen Unternehmen einzugehen, um unseren Gästen eine wachsende Zahl an Destinationen, Flugverbindungen und Frequenzen anzubieten.“

Hinter beiden Airlines steht die staatliche arabische Fluggesellschaft Etihad. Sie hält 29 Prozent an Air Berlin und hat angekündigt, bis zum Jahresende 49 Prozent an Alitalia zu übernehmen.

Vor wenigen Tagen hatte das Luftfahrtbundesamt mehr als die Hälfte der sogenannten Codeshare-Flüge von Air Berlin und Etihad untersagt. Die Berliner betonten, das Abkommen mit Alitalia sei das Ergebnis einer mehrjährigen Planungsphase.

Für die zweitgrößte deutsche Airline sind diese Flüge ein Weg zu mehr Wachstum vor allem auf Langstrecken. Etihad konnte seinen Kunden durch die Partnerschaft mehr Ziele in Europa anbieten - die Codeshares haben momentan vor allem strategische Bedeutung.

Der Großaktionär aus Abu Dhabi hält Air Berlin über Wasser. Erst im Frühjahr hatten die Araber den Berlinern mit weiteren 300 Millionen Euro in Form einer Wandelanleihe finanziell unter die Arme gegriffen.

dpa

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