ARCHIV - ILLUSTRATION - Eine Hand nimmt am 22.01.2010 eine Euro-Münze aus einem Geldbörse, in dem sich weitere Münzen befinden. Deutschlands Arbeitnehmer können sich auf Sicht mehr leisten. Auch nach dem zweiten Quartal 2014 hat das Statistische Bundesamt am Dienstag (23.09.2014) über kräftig gestiegene Reallöhne berichtet, die sich aus den Grundlöhnen und Sonderzahlungen zusammensetzen. Die Arbeitnehmer haben also nach Abzug der aktuell sehr niedrigen Preissteigerung mehr Geld in der Börse, das sie für den privaten Konsum einsetzen können. Foto: Andreas Gebert/dpa (zu dpa "Der Streit ums rechte Maß: Reallöhne steigen wieder" vom 23.09.2104) +++(c) dpa - Bildfunk+++
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Deutliche Einkommenszuwächse

Beschäftigte profitieren von Mini-Inflation mit Anstieg der Reallöhne

Wiesbaden - Die Beschäftigten in Deutschland haben 2015 dank der niedrigen Inflation deutliche Einkommenszuwächse erzielt.

Die Bruttolöhne stiegen um 2,7 Prozent, abzüglich der Inflation blieb ein Plus von 2,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Das sind zwar 0,1 Prozentpunkte weniger als zunächst geschätzt. Es ist aber immer noch der stärkste Anstieg seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2008. Wegen der geringen Teuerung (plus 0,3 Prozent) schlugen die Lohnerhöhungen nahezu vollständig auf die Reallöhne durch, so dass die Menschen eine höhere Kaufkraft hatten.

Besonders stark stiegen die Bruttoverdienste ungelernter Arbeiter (+4,1 Prozent) und geringfügig Beschäftigter (+4,6 Prozent). Welche Rolle die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns von 8,50 Euro je Stunde zum 1. Januar 2015 gespielt habe, lasse sich auf Basis der vorliegenden Daten nicht quantifizieren, erklärten die Statistiker.

dpa

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