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Die BMW-Zentrale in München: BMW feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen.

Trotzdem sind Anleger enttäuscht

BMW liefert zum Jubiläumsjahr Rekordzahlen ab

München - Pünktlich zum großen Jubiläum 2016 meldet BMW neue Bestwerte, das Jahr 2015 verlief für den Konzern äußerst gut. Bei einer wichtigen Kennziffer hatte der Erzrivale Daimler zuletzt aber die Nase vorn.

BMW geht dank kräftiger Verkaufszuwächse mit Rekordwerten bei Umsatz und Gewinn in sein Jubiläumsjahr. Der Umsatz stieg auch mit Rückenwind vom schwachen Euro kräftig, wie der Autobauer am Mittwoch in München mitteilte. Dennoch beteiligt BMW seine Anleger mit einer höheren Dividende - die von einigen erhoffte Sonderausschüttung zum 100. Firmengeburtstag bleibt aber aus.

Das Geschäft lief 2015 rund: Die Erlöse kletterten um 14,6 Prozent auf 92,2 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern legte um 5,2 Prozent auf 9,6 Milliarden Euro zu. Unterm Strich blieben 6,4 Milliarden Euro als Konzernüberschuss übrig - 10 Prozent mehr als im Jahr zuvor. 3,20 Euro je Aktie vom Gewinn will BMW an seine Stammaktionäre ausschütten. Das sind 30 Cent mehr als im Vorjahr.

Anleger erhoffen sich Sonderausschüttung

Die Aktie fiel nach der Bekanntgabe der Zahlen wieder ins Minus. Ein Börsianer bezeichnete die Ergebnisse zwar als "ganz in Ordnung". Einige Anleger hätten sich aber eben eine Sonderausschüttung erhofft.

Der BMW-Konzern verkaufte im vergangenen Jahr insgesamt mehr als 2,2 Millionen Autos - so viele wie nie zuvor. Allerdings trieben vor allem kleinere Modelle wie der 2er und der 4er das Wachstum an. An diesen Modellen verdient BMW nicht ganz so viel wie an Luxus-Karossen wie dem 7er. Jedoch legten auch die Verkäufe der vergleichsweise teuren SUV-Modelle der X-Baureihe zu. Auch die Konzerntochter Mini schaffte ein Verkaufsplus.

BMW knapp hinter Daimler

Beim Absatz wollen die Münchner im laufenden Jahr nur noch leicht zulegen. 2015 hatte BMW hier etwas vollmundiger geklungen und eine Steigerung angekündigt - ohne die Einschränkung "leicht".

Bei der Ertragskraft fiel BMW zwar hinter den Oberklasse-Konkurrenten Daimler zurück. Die Münchner behielten 2015 im Autogeschäft 9,2 Prozent des Umsatzes als operativen Gewinn übrig - 0,4 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Daimler kam zuletzt auf 9,5 Prozent.

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