+
Beschäftigte des Geschäftsbereichs Auto-Anlassertechnik sind vor die Bosch-Zentrale gezogen, um gegen die geplante Trennung von der Sparte zu demonstrieren. Foto: Daniel Naupold

Bosch-Mitarbeiter demonstrieren gegen Trennung von Anlasser-Sparte

Stuttgart/Gerlingen (dpa) - Mehr als 2000 Bosch-Mitarbeiter sind aus Protest gegen die geplante Abspaltung der Auto-Anlasser-Sparte vor die Firmenzentrale gezogen.

"Wir sperren uns nicht gegen Veränderung", sagte Bosch-Aufsichtsrat Jörg Hofmann in Gerlingen bei Stuttgart.

Aber nötig seien eine Perspektive und ergebnisoffene Verhandlungen für den Geschäftsbereich. Die Arbeitnehmervertreter trafen sich zu ersten Gesprächen mit der Bosch-Geschäftsführung.

Der Technikkonzern hatte jüngst angekündigt, dass die Sparte bis Ende des Jahres ausgegliedert und ein Partner für ein Gemeinschaftsunternehmen oder ein Käufer für die defizitäre Auto-Anlasser-Technik gesucht werde.

Bosch begründet die Trennung mit zu harten Wettbewerb. In den vergangenen zehn Jahren habe der Bereich einen hohen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag an Verlusten angehäuft. 2014 wurde ein Umsatz von 1,4 Milliarden Euro erzielt.

In Deutschland sind in der Sparte rund 1400 Mitarbeiter beschäftigt - gut 1000 wären betroffen, weltweit an 13 Produktionsorten insgesamt 6500. Zur Kundgebung waren nicht nur Beschäftigte der betroffenen Standorte Hildesheim und Schwieberdingen gekommen, es waren auch Delegationen von anderen Bosch-Standorten sowie Mitarbeiter der Mercedes-Benz-Werke Sindelfingen und Stuttgart-Untertürkheim angereist.

Bosch Geschäftsbericht

Mitteilungen

Mehr zum Thema

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Italienisches Nein zur Reform lässt Anleger kalt

Frankfurt - Das befürchtete Börsen-Beben an den deutschen Aktienmärkten ist nach dem gescheiterten Italien-Referendum ausgeblieben. Ganz im Gegenteil: Viele Anleger …
Italienisches Nein zur Reform lässt Anleger kalt

Air Berlin verkauft Niki-Anteile

London/Berlin (dpa) - Die angeschlagene Fluggesellschaft Air Berlin verkauft für 300 Millionen Euro ihre Anteile an der österreichischen Tochter Niki an den Partner …
Air Berlin verkauft Niki-Anteile

Betriebsratschef: BMW soll Batterien selbst produzieren

München (dpa) - BMW-Betriebsratschef Manfred Schoch hat sich angesichts der Wachstumspläne des Konzerns bei Elektroautos für eine eigene Batteriezellen-Produktion …
Betriebsratschef: BMW soll Batterien selbst produzieren

VW will mit "Moia" zu führendem Mobilitätsanbieter werden

Bei modernen Fahrdienstleistungen per App spielt Europas größter Auto-Hersteller Volkswagen bislang nur eine untergeordnete Rolle. Das soll sich nun ändern. Dafür wurde …
VW will mit "Moia" zu führendem Mobilitätsanbieter werden

Kommentare