Heineken
+
Der niederländische Bierbrauer Heineken hat ein Übernahmeangebot des Konkurrenten SABMiller zurückgewiesen.

Kampf um Biermarkt

Heineken lehnt Übernahmeangebot ab

Amsterdam - Der niederländische Bierbrauer Heineken hat ein Übernahmeangebot des Konkurrenten SABMiller zurückgewiesen.

Heineken (Paulaner, Desperados) sei nicht zu kaufen. Das geht aus einer am Montag in Amsterdam veröffentlichten Erklärung des Konzerns hervor. Die Nachkommen des Brauerei-Gründers Gerard Adriaan Heineken wollten „das Erbe und die Identität von Heineken als unabhängiges Unternehmen bewahren“. Die Familie, die den Konzern kontrolliert, sei davon überzeugt, dass Heineken weiter wachsen werde.

SABMiller (Pilsner Urquell), der zweitgrößte Bierkonzern der Welt, hatte den Niederländern ein Angebot unterbreitet. Damit wollte sich der Konzern nach Ansicht von Analysten selbst vor einer Übernahme schützen. Das „Wall Street Journal“ berichtete am Montag online unter Berufung auf Unternehmenskreise, dass Weltmarktführer AB Inbev (Beck's, Budweiser, Stella Artois) derzeit ein Übernahmeangebot für den Londoner Rivalen vorbereitet.

Der Bauerei-Riese berate mit Banken, wie eine solche rund 75 Milliarden Pfund (94,3 Milliarden Euro) schwere Übernahme zu stemmen sei. Direkte Gespräche zwischen den Konzernen gebe es nicht.

Heineken ist der drittgrößte Brauer auf dem Weltmarkt und hat im ersten Halbjahr 2014 dank der steigenden Absätze in Amerika, Westeuropa, Afrika und dem Nahen Osten einen unerwartet hohen operativen Gewinn von 1,45 Milliarden Euro eingefahren, fast zehn Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Konzernumsatz lag mit 10,2 Milliarden Euro zwar wegen Verkäufen und Wechselkurseffekten 1,4 Prozent unter dem Wert aus dem Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen mitteilte. Aus eigener Kraft wäre der Erlös aber um 4,6 Prozent gestiegen, hieß es.

dpa

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Fragen und Antworten zum Mindestlohn-Urteil

Erfurt - Mindestens 8,50 Euro pro Stunde müssen es sein - so will es das Mindestlohngesetz. Eigentlich soll es Millionen von Arbeitnehmern mehr Geld bringen. Ein …
Fragen und Antworten zum Mindestlohn-Urteil

Aufwärtstrend bei Konsumklima

Noch Ende 2015 sah alles nach einer stärkeren Eintrübung der Verbraucherstimmung aus. Inzwischen herrscht in vielen deutschen Haushalten wieder Optimismus. Der …
Aufwärtstrend bei Konsumklima

Schreibt Microsoft den Smartphone-Markt jetzt komplett ab?

Redmond/Espoo - Der Windows-Riese Microsoft hat sich mit der teuren Nokia-Übernahme keine starke Position im Smartphone-Markt erkaufen können. Jetzt wird die …
Schreibt Microsoft den Smartphone-Markt jetzt komplett ab?

Arbeitgeber können Urlaubsgeld mit Mindestlohn verrechnen

Erfurt - Zehntausende Geringverdiener wurden enttäuscht. Laut Bundesarbeitsgerichts können Sonderzahlungen auf den Mindestlohn angerechnet werden. Die Verbesserungen …
Arbeitgeber können Urlaubsgeld mit Mindestlohn verrechnen

Kommentare