Arbeitsplätze und Investitionen

Britische Unternehmen warnen vor "Brexit"

London - In einem offenen Brief in der "Times" haben die Chefs von 36 der hundert größten börsennotierten Unternehmen Großbritanniens vor dem "Brexit" gewarnt.

Ein Ausscheiden aus der Europäischen Union würde Investoren abschrecken, Arbeitsplätze bedrohen und die Wirtschaft gefährden, heißt es in dem Brief der Verwaltungsratspräsidenten und Geschäftsführer.

Großbritannien gehe es besser in einer reformierten Europäischen Union: Es werde als EU-Mitglied stärker, sicherer und insgesamt besser dran sein. Zu den Unterzeichnern des Briefes gehören die Chefs etwa der Kaufhauskette Marks & Spencer, der Supermarktkette Asda, British Telecommunications oder Vodafone.

Doch viele Unternehmenslenker beteiligten sich auch nicht - etwa die Chefs der Supermarktketten Tesco und Sainsbury oder der Banken RBS und Barclays.

Am 23. Juni stimmt Großbritannien ab

"Die Wahrheit ist, dass trotz der Drohungen des Premierministers, der keine wahre Wirtschaftserfahrung hat, andere Wirtschaftsfaktoren entscheidend für den weiteren Erfolg der britischen Unternehmen sind", erklärte der Mitgründer der Gruppe Leave.EU, Richard Tice. Der Austritt aus der EU werde unnötige Bürokratie und Kosten reduzieren und so Geld für Investitionen in mehr Jobs freimachen.

Der britische Premierminister David Cameron hatte am Samstag angekündigt, dass seine Landsleute am 23. Juni über einen Verbleib Großbritanniens in der EU abstimmen sollen. Zuvor hatte er auf dem EU-Gipfel in Brüssel seine Kernforderungen durchsetzen können - ein Mitspracherecht bei für London relevanten Entscheidungen der Eurozone und die Möglichkeit, neu zugezogenen EU-Ausländern in seinem Land bis zu vier Jahre lang Sozialleistungen zu verwehren.

AFP

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