In heimische Tresore

Bundesbank holt weitere 210 Tonnen Gold zurück

Frankfurt/Main - Die Bundesbank hat im vergangenen Jahr weitere 210 Tonnen Gold aus ihren Beständen in New York und Paris nach Frankfurt geholt.

Damit kommt die Notenbank ihrem Ziel näher, bis 2020 mehr als die Hälfte des deutschen Goldbestandes von derzeit 3381 Tonnen in heimischen Tresoren zu lagern. „Seit Ende vergangenen Jahres ist Frankfurt mit annähernd 1403 Tonnen Gold vor New York unsere größte Lagerstelle“, sagte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele am Mittwoch in Frankfurt.

Aus historischen Gründen lagert der Großteil des Milliardenschatzes im Ausland: Bei der US-Notenbank Fed in New York, der Banque de France in Paris und der Bank of England in London. 2012 war in Deutschland eine öffentliche Debatte über die Sicherheit des deutschen Goldes im Ausland entbrannt. Der Bundesrechnungshof forderte regelmäßige Stichproben der Bestände im Ausland.

Die Bundesbank begann daraufhin 2013 mit der Umschichtung. Bis 2020 sollen 300 Tonnen Gold aus dem Bestand bei der Fed sowie die gesamten 374 Tonnen aus Paris nach Frankfurt gebracht werden. Seit 2013 wurden auf streng geheimen Wegen bislang insgesamt gut 366 Tonnen des Edelmetalls in Frankfurter Tresore verlagert.

Der Goldschatz der Bundesbank in Zahlen

Die Bundesbank hat mit 3381 Tonnen (Stand Ende 2015) nach der US-Notenbank Fed den zweitgrößten Goldschatz der Welt. Der Milliardenschatz verteilt sich nach jüngsten Zahlen wie folgt auf die einzelnen Lagerstätten:

Bundesbank/Frankfurt: 1402,5 Tonnen = 41,5 Prozent des Bestandes

Federal Reserve/New York: 1347,4 Tonnen = 39,9 Prozent

Bank of England/London: 434,7 Tonnen = 12,9 Prozent

Banque de France/Paris: 196,4 Tonnen = 5,8 Prozent

Wert der Barren Ende 2015: rund 106 Milliarden Euro

dpa

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