Keine Coke für Putin

Coca-Cola streicht Werbespots im russischen Fernsehen

Berlin - Als Reaktion auf die Sanktionen zieht der US-Getränkeriese Coca-Cola seine Werbespots zurück - zumindest bei vier kreml-nahen Fernsehsendern.

Der US-Getränkeriese Coca-Cola hat die Ausstrahlung von Werbespots in vier Kreml-nahen russischen TV-Sendern gestoppt. Das berichtete am Mittwoch die russische Zeitung "Wedomosti". Drei der Kanäle - Ren TV, Pjaty Kanal und Domaschny - gehören zu einer Holding, die von der Rossija-Bank kontrolliert wird. Die Bank unterliegt Sanktionen der EU und der USA. US-Firmen ist es damit faktisch verboten, Geschäfte mit dem Finanzinstitut zu machen.

Ebenfalls betroffen von dem Werbebann ist dem Bericht zufolge der TV-Sender Swesda. Dieser gehört dem russischen Verteidigungsministerium und strahlt patriotische Sendungen aus.

Coca-Cola wies jedoch den Eindruck zurück, hinter der Entscheidung zu den Werbeausstrahlungen stünden politische Gründe. Das Unternehmen wolle sich auf die landesweit empfangbaren Schlüsselsender und die Kanäle mit den höchsten Zuschaueranteilen konzentrieren, sagte die Sprecherin von Coca-Cola in Russland, Anna Koslowskaja, der Nachrichtenagentur AFP. Laut "Wedomosti" ist der Getränkekonzern einer der wichtigsten Werbekunden auf dem russischen Markt mit jährlichen Ausgaben von mehr als 2,5 Milliarden Rubel (52 Millionen Euro).

AFP

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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