+
Daimler widerspricht Bluttests bei Einstellung.

Daimler: Bluttest für den neuen Job

Stuttgart - Daimler hat Vorwürfe zurückgewiesen, bei der Einstellung von neuen Mitarbeitern fragwürdige Methoden anzuwenden. Mitarbeitern soll Blut abgenommen worden sein.

Der Norddeutsche Rundfunk berichtete am Mittwoch, Jobsuchende müssten schon während des Bewerbungsverfahrens bei dem Autobauer Blutproben abgeben. Dem Sender NDR Info liegen eigenen Angaben zufolge Unterlagen vor, wonach Bewerbern Blut abgenommen wurde, obwohl es noch keine Zusage für eine Arbeitsstelle gab.

Lesen Sie auch:

Datenschützer rügen Autobauer Daimler

Eine Daimler-Sprecherin sagte, zu Beginn des Bewerbungsverfahrens - zum Beispiel im Rahmen von Assessment Centern - würden weder Blut- noch Gesundheitstests gemacht. Dies erfolge erst bei den Einstellungsuntersuchungen, die vor oder nach einer endgültigen Zusage für die Stelle gemacht würden. Dabei werde untersucht, ob der Bewerber für die Stelle geeignet sei. “Das sind die üblichen Einstellungsuntersuchungen“, sagte die Sprecherin.

Die Tests werden ihren Angaben zufolge beim werksärztlichen Dienst gemacht. Dieser teile der Personalabteilung anschließend mit, ob der Bewerber geeignet oder nicht geeignet sei. “Befunde und Diagnosen werden nicht weitergegeben.“ Diese würden direkt mit den Jobsuchenden besprochen. Der Arbeitgeber habe aber eine Fürsorgepflicht. Wenn ein Mitarbeiter zum Beispiel Diabetes habe, müsse auf geregelte Schicht- und Arbeitszeiten geachtet werden.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Trojaner: Bundesagentur für Arbeit warnt vor eigenen E-Mails

Nürnberg - Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat Firmen vor gefälschten Bewerbungs-E-Mails mit der Adresse und dem Logo der Bundesbehörde gewarnt. Kriminelle wollen so …
Trojaner: Bundesagentur für Arbeit warnt vor eigenen E-Mails

Softbank will 50 Milliarden Dollar in den USA investieren

Der designierte US-Präsident Trump verkündet stolz Pläne für eine milliardenschwere Großinvestition aus Japan. 50.000 Jobs will der Chef des Telekomriesen Softbank …
Softbank will 50 Milliarden Dollar in den USA investieren

Für die Griechen ist die Krise immer noch sehr präsent

Brexit-Votum, Referendum in Italien und Präsidentenwahl in Österreich haben die Schuldenkrise in Griechenland fast in Vergessenheit geraten lassen. Doch für die Menschen …
Für die Griechen ist die Krise immer noch sehr präsent

Steuerdeals mit Großkonzernen in EU: Anstieg „beunruhigend“ 

Brüssel - Die Zahl der Steuerdeals zwischen Staaten der Europäischen Union und Großkonzernen hat sich einer Untersuchung zufolge binnen zwei Jahren fast verdreifacht. 
Steuerdeals mit Großkonzernen in EU: Anstieg „beunruhigend“ 

Kommentare