Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes (DAX). Foto: Fredrik von Erichsen
+
Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes (DAX).

Experten warnen vor verfrühter Euphorie

Dax erholt sich weiter dank Kursfeuerwerk in Tokio

Frankfurt/Main - Der japanische Leitindex war zum Wochenauftakt um über 7 Prozent nach oben geschossen. Im Zeichen der Entwicklung in Tokio profitiert auch der Deutsche Aktienindex.

Experten warnen die Anleger jedoch, nach der jüngsten Depression allzu schnell wieder in Euphorie zu verfallen. Starke Kursgewinne an der japanischen Börse haben den deutschen Aktienmarkt am Montag auf Erholungskurs gehalten.

Der Dax gewann im frühen Handel weitere 2,81 Prozent auf 9219,79 Punkte. "Die Angst lässt nach, etwas Zuversicht kommt am Aktienmarkt zurück", sagte Stimmungsforscher Manfred Hübner von Sentix. Auch die chinesischen Festlandbörsen meldeten sich nach einwöchiger Feiertagspause recht stabil zurück, was die Börsianer beruhigte.

Für den MDax der mittelgroßen Werte ging es um 3,40 Prozent auf 18 534,19 Punkte aufwärts. Der Technologiewerte-Index TecDax kletterte um 3,32 Prozent auf 1562,40 Punkte.

Zuletzt hatte es starke Turbulenzen an den Börsen gegeben. Der Dax verlor seit Jahresbeginn bis zu 19 Prozent, konnte aber schon am Freitag mit einem kräftigen Plus einen Befreiungsschlag starten. Auch der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 baute seine Gegenbewegung nach dem verpatztem Jahresauftakt nun um 3,07 Prozent auf 2840,70 Punkte aus.

Besonders arg gebeutelte Bankenpapiere blieben im Fokus: Am Freitag hatte der Aktienkurs der Commerzbank dank sehr gut aufgenommener Zahlen mit plus 18 Prozent bereits ein fulminantes Comeback gefeiert. Im Kielwasser hatten sich auch Deutsche Bank um fast 12 Prozent erholt.

Zum Wochenstart gehörten die Banken im frühen Geschäft erneut zu den Favoriten. Commerzbank-Anteile gewannen 5,45 Prozent und Papiere der Deutschen Bank fast 5 Prozent. Der Branchenprimus bleibt aber mit einem Abschlag von fast einem Drittel seit Jahresbeginn der schlechteste Wert im Dax.

Auch Versorgerwerte blieben gefragt. Händler diskutierten nach einem Pressebericht über die Ausgestaltung des milliardenteuren Atomausstiegs. Eon-Aktien gewannen im frühen Geschäft mehr als 4 Prozent an Wert, RWE stiegen um 3 Prozent.

Stahlwerte kamen dagegen nach ihren hohen Kursgewinnen zum Wochenschluss am Morgen wieder etwas zurück. Im Dax waren die Papiere von Thyssenkrupp mit leichtem Minus der einzige Dax-Verlierer.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Fresenius bekommt neuen Chef - Sturm folgt auf Schneider

Bad Homburg (dpa) - Der deutsche Gesundheitskonzern Fresenius bekommt einen neuen Chef. Der bisherige Vorstandsvorsitzende Ulf Schneider werde das Unternehmen bis Ende …
Fresenius bekommt neuen Chef - Sturm folgt auf Schneider

BIZ: Faule Kredite weiter großes Problem europäischer Banken

Basel (dpa) - Faule Kredite in den Büchern von Banken haben nach Einschätzung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) gerade in der Eurozone weiter große …
BIZ: Faule Kredite weiter großes Problem europäischer Banken

Studie: Britische Wirtschaft großer Brexit-Verlierer

Nach dem Votum der Briten zum EU-Austritt zeichnen Ökonomen düstere Prognosen. Großbritannien büße am meisten ein, doch auch die deutsche Wirtschaft werde getroffen. …
Studie: Britische Wirtschaft großer Brexit-Verlierer

Spanien statt Türkei: Tui fürchtet Krise am Bosporus nicht

Terroranschläge in der Türkei, Nordafrika und Europa halten die Reisebranche in Atem. Kunden sind verunsichert, die Buchungen in deutschen Reisebüros brachen zuletzt …
Spanien statt Türkei: Tui fürchtet Krise am Bosporus nicht

Kommentare