Güterverkehr, Deutsche Bahn, Stellenabbau
+
Der Güterverkehr bereitet der Deutschen Bahn schon lange Sorgen.

Entscheidungen im Juni

Deutsche Bahn prüft Abbau von 2100 Stellen im Güterverkehr

Berlin - Der Güterverkehr bereitet der Deutschen Bahn schon lange Sorgen. Nun sollen rund 2100 Stellen abgebaut werden und das System vereinfachen.

Die Deutsche Bahn prüft den Abbau von 2100 Stellen in der verlustbringenden Güterverkehrssparte. Dies werde derzeit im Zuge des geplanten Umbaus von DB Cargo mit den Arbeitnehmervertretern beraten, bestätigte ein Bahn-Sprecher am Donnerstag. Zudem sei im Gespräch, 215 aufkommensschwache Güterverkehrsstellen nicht mehr zu bedienen. Sie sollen aber nicht komplett geschlossen werden. 

Insgesamt gibt es derzeit 1500 Verladepunkte. Noch gebe es zum Umbau der Cargo-Sparte jedoch "keinerlei Beschlüsse", betonte der Sprecher. Bei einem möglichen Stellenabbau würde zudem "niemand arbeitslos", da es in anderen Bereichen des DB-Konzerns einen "hohen Personalbedarf" gebe. Die Güterverkehrsstellen, die künftig nicht mehr angefahren werden sollen, könnten bei geänderter Auftragslage wieder bedient werden. Der Güterverkehr bereitet der Deutschen Bahn seit Jahren Sorgen. 

Sonderabschreibungen auf Vermögen der Sparte bescherten dem Konzern im Jahr 2015 rote Zahlen. DB Cargo - bis Ende Februar noch unter dem Namen DB Schenker Rail - machte selbst auch ein Minus von 183 Millionen Euro. "DB Cargo möchte wieder auf die Erfolgsspur", betonte der Bahn-Sprecher. Das System zur Abwicklung der Güterverkehre müsse "radikal vereinfacht" und "weniger störanfällig" werden. Die Entscheidungen zum Umbau sollen im Juni fallen.

afp

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Brexit brächte deutscher Wirtschaft Milliardenverluste

Berlin - Durch einen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union würden deutsche Exporteure im Zeitraum bis 2019 Einbußen in einer Größenordnung von 6,8 …
Brexit brächte deutscher Wirtschaft Milliardenverluste

Schäuble: Niemand will Bargeld abschaffen

Berlin - Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat Befürchtungen vor einer angeblichen Bargeldabschaffung in Deutschland als grundlos zurückgewiesen.
Schäuble: Niemand will Bargeld abschaffen

Zweifel an Flughafen-Eröffnung bis Ende 2017 wachsen

Berlin - Eigentlich sollte die Genehmigung für einen Teil des Umbaus der Entrauchungsanlage des neuen Hauptstadtflughafens in Berlin-Schönefeld bis Ende April da sein. …
Zweifel an Flughafen-Eröffnung bis Ende 2017 wachsen

Bayerischer Minister will eine Milliarde für Milchbauern

Passau - Angesichts der schweren Krise der Milchbauern in Europa fordert Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) von der EU eine Milliarde Euro Soforthilfe …
Bayerischer Minister will eine Milliarde für Milchbauern

Kommentare