Ursprünglich wollte Richter Peter Noll das Verfahren noch vor Weihnachten beenden und hatte zur Beschleunigung drei zusätzliche Termine im Dezember angesetzt. Foto: Sven Hoppe
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Ursprünglich wollte Richter Peter Noll das Verfahren noch vor Weihnachten beenden und hatte zur Beschleunigung drei zusätzliche Termine im Dezember angesetzt. Foto: Sven Hoppe

Komplexe Beweisaufnahme

Deutsche-Bank-Prozess endet nicht vor Weihnachten

München – Im Strafprozess gegen den Co-Chef der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, ist ein Abschluss vor Weihnachten nicht mehr in Sicht.

Der Vorsitzende Richter Peter Noll kündigte am Montag vor dem Landgericht München an, er sehe sich angesichts der komplexen Beweisaufnahme nicht in der Lage, das Verfahren kurzfristig zu beenden.

Einige im Dezember angesetzte Zusatztermine könnten wieder gestrichen werden. "Nehmen Sie sich die Zeit, um auf den Christkindlmarkt zu gehen", sagte er zu Fitschen und den vier anderen ehemaligen Top-Bankern der Deutschen Bank, die sich wegen versuchten Prozessbetrugs im Fall Kirch verantworten müssen.

Alle fünf hatten den Vorwurf zurückgewiesen, vor vier Jahren Richter betrogen zu haben, um die Deutsche Bank vor Schadenersatz an die Erben des Medienunternehmers Leo Kirch zu bewahren.

Der Prozess dauert bereits seit rund sieben Monaten. Ursprünglich wollte der Richter das Verfahren noch vor Weihnachten beenden und hatte zur Beschleunigung drei zusätzliche Termine im Dezember angesetzt.

dpa

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