Deutsche Bank, Anleihen, Investoren, Rückkauf
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Das Rückkaufprogramm der Deutschen Bank war im Februar gestartet worden.

Mäßiger Erfolg

Deutsche Bank schließt Anleihenrückkauf ab - Verhaltenes Interesse

Frankfurt/Main - Die Deutsche Bank wollte einen Schritt auf Investoren zu machen. Deshalb wurde ein milliardenschweres Rückkaufprogramm von Anleihen gestartet - mit mäßigem Erfolg.

Das milliardenschwere Programm der Deutschen Bank zum Rückkauf eigener Anleihen ist bei Anlegern auf verhaltenes Interesse gestoßen. Der Dax-Konzern erwarb Papiere im Gesamtwert von 1,94 Milliarden Euro, wie die Bank am Montag in Frankfurt mitteilte. Aufgerufen hatte das Institut Mitte Februar ein Volumen von drei Milliarden Euro für fünf bestimmte Euro-Anleihen sowie ein Volumen von zwei Milliarden Dollar für acht Dollar-Anleihen.

Von den Euro-Papieren kaufte die Bank einen Bestand im Nennwert von 1,27 Milliarden Euro, bei den Dollar-Anleihen waren es 740 Millionen Dollar. „Die relativ geringe Annahme dieser öffentlichen Kaufangebote zeigt, dass sich die Stimmung am Markt verbessert hat und es Anleger bevorzugen, weiter in Deutsche Bank-Anleihen investiert zu bleiben“, erklärte die Bank zum Abschluss der Kaufangebote.

Die Deutsche Bankhatte den Rückkauf am 12. Februar gestartet, um die Märkte zu beruhigen. Zuvor waren Sorgen aufgetaucht, die Bank könnte wegen ihres Rekordverlusts von 6,8 Milliarden Euro im vergangenen Jahr und den erwarteten weiteren Kosten für die Beilegung von Rechtsstreitigkeiten bestimmte besonders riskante Schuldscheine womöglich nicht mehr bedienen. Das hatte das Institut zurückgewiesen und mit dem Rückkaufprogramm untermauert.

Positiver Nebeneffekt ist, dass die Bank durch den Rückkauf der Anleihen unter dem Nominalwert einen Kapitalgewinn einstreicht und sich künftige Zinszahlungen spart. Die Deutsche Bank erwartet aus dem Rückkauf der Wertpapiere einen positiven Ergebnisbeitrag im ersten Quartal 2016 in Höhe von rund 55 Millionen Euro.

dpa

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