Blick in die automatisierte Produktion beim Küchenhersteller Nobilia in Verl. Foto: Oliver Krato/Archiv
+
Blick in die automatisierte Produktion beim Küchenhersteller Nobilia in Verl. Foto: Oliver Krato/Archiv

Deutsche Möbelindustrie wächst stark

Die deutsche Möbelindustrie konnte im vergangenen Jahr vor allem vom Export profitieren. In den USA, aber auch bei den europäischen Nachbarn, waren deutsche Küchen zunehmend gefragt. Im Inland gab es die höchsten Zuwächse bei Matratzen.

Bad Honnef (dpa) - Vor allem der Export von deutschen Küchen hat der deutschen Möbelindustrie im vergangenen Jahr ein deutliches Umsatzplus gebracht.

Während das Auslandsgeschäft um 10,5 Prozent auf rund 5,5 Milliarden Euro zulegte, stiegen die Umsätze im Inland lediglich um 4,3 Prozent auf 11,9 Milliarden Euro, wie der Verband der Deutschen Möbelindustrie am Montag mitteile. Die "Bild"-Zeitung hatte vorab über die Umsatzentwicklung berichtet.

Insgesamt konnten die 499 überwiegend mittelständischen Hersteller 2015 ihre Umsätze um 6,2 Prozent auf 17,4 Milliarden Euro steigern. Besonders gut liefen die Geschäfte der deutschen Hersteller in den USA, aber auch in Großbritannien und Spanien. Während im Ausland vor allem Küchenmöbel gefragt waren, gab es im Inland die höchsten Zuwächse bei Matratzen. Wichtigster regionaler Schwerpunkt der deutschen Möbelindustrie ist Ostwestfalen. Mit 83 747 Beschäftigten ging die Mitarbeiterzahl im vergangenen Jahr leicht um 0,6 Prozent zurück.

"Das Umsatzplus und der große Erfolg im Exportgeschäft belegen nachhaltig die starke Stellung deutscher Produzenten am Markt", berichtete der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Dirk-Uwe Klaas. Allerdings seien auch die Herausforderungen nach wie vor groß. Dazu gehörten der hohe Importdruck, der Preisdruck und die schwierigen Handelsstrukturen in Deutschland. Für das laufende Jahr erwartet der Verband wohl auch deshalb nur ein moderates Wachstum von etwa 1 Prozent.

Mehr zum Thema

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

G20-Länder nach dem Brexit: "Wir schaffen das"

Chengdu - Die führenden Industrieländer sehen sich gegen die wirtschaftlichen Folgen des Brexit gewappnet. Und sie richten einen Wunsch an Großbritannien.
G20-Länder nach dem Brexit: "Wir schaffen das"

Eon-Tochter Uniper plant Stellenabbau

Nach der Aufspaltung des Energieriesen Eon plant die neue Kraftwerkstochter Uniper Stellenstreichungen. Wie viele der insgesamt rund 14 000 Beschäftigten betroffen sein …
Eon-Tochter Uniper plant Stellenabbau

Wieder vermehrt deutsche Chefs in Dax-Vorstandsetagen

Die Vorstandszirkel der Börsenriesen hierzulande werden seit Jahren immer deutscher. Besonders klar ist der Trend bei den Vorstandschefs: Dort tendierte die …
Wieder vermehrt deutsche Chefs in Dax-Vorstandsetagen

Kaum Nachfrage: Wird die E-Auto-Prämie zur Schlappe?

Berlin - Seit drei Wochen erhalten Käufer von Elektroautos eine Prämie vom Staat. Doch trotz des Zuckerls hält sich das Interesse der Deutschen in Grenzen.
Kaum Nachfrage: Wird die E-Auto-Prämie zur Schlappe?

Kommentare