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Schuld ist das Wetter: Dieses Jahr wird es weniger deutschen Wein geben. Foto: Sebastian Kahnert

Zu feuchter Frühsommer

Deutsches Weininstitut erwartet fünf Prozent weniger Wein

Mehr Qualität, aber weniger Quantität: Das Deutsche Weininstitut rechnet in diesem Jahr mit fünf Prozent weniger Wein. Schuld daran ist das Wetter.

Bodenheim (dpa) - Mit fünf Prozent weniger Wein als im langjährigen Durchschnitt rechnet das Deutsche Weininstitut (DWI) in diesem Jahr.

Schuld an den Ertragsverlusten sei vor allem das extrem feuchte Wetter im Frühsommer und die damit verbundene Entwicklung des Pilzes Falscher Mehltau, teilte das DWI mit. Allerdings gebe es gewaltige Unterschiede zwischen einzelnen Betrieben und Regionen.

Das Institut erwartet aber nach eigenen Angaben nicht, dass die Preise nun auf breiter Front steigen. "In Einzelbetrieben kann es sein, dass bei besonders stark vom Falschen Mehltau getroffenen Winzern Preisanpassungen vorgenommen werden", sagte ein DWI-Sprecher.

Im kleinen Weinanbaugebiet Nahe etwa erwartet das Institut einen Einbruch um 20 Prozent. An der Mosel rechnet das DWI mit 10 Prozent weniger, im größten Anbaugebiet Rheinhessen mit einem Minus von acht Prozent. Hervorragend sind die Schätzungen hingegen für Franken, das als einziges Anbaugebiet in diesem Jahr vom Falschen Mehltau verschont wurde: Plus 17 Prozent werden dort erwartet. Baden und Saale-Unstrut dürften leicht um je vier Prozent zulegen.

Das DWI erwartet gute Qualitäten für den Jahrgang 2016. Der sonnige Spätsommer haben die Reife der Trauben in den vergangenen Wochen vorangetrieben - und die Winzer strahlen lassen. Derzeit würden die frühen Sorten wie Müller-Thurgau und Dornfelder im optimalen Reifestadium gelesen.

Mitteilung des DWI

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