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Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU).

Dobrindt:

Falsche CO2-Angaben betreffen knapp 100.000 VW-Benziner

Berlin - Die falschen CO2-Angaben bei Volkswagen betreffen auch 98.000 Benzinfahrzeuge. Das sagte Verkehrsminister Alexander Dobrindt am Mittwoch im Bundestag.

Dobrindt sieht VW bei Steuernachzahlungen "in der Pflicht"

Die falschen CO2-Angaben von Volkswagen bei mehreren hunderttausend Autos dürfen nach Ansicht von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) keine Steuernachteile für VW-Fahrer haben.

Er sehe "VW in der Pflicht", damit keine Mehrkosten auf betroffene Kunden zukämen, sagte Dobrindt am Mittwoch in Berlin. Grundsätzlich hätten höhere CO2-Ausstöße von Autos auch eine höhere Kfz-Steuer zur Folge. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte angesichts der neuesten von Volkswagen eingeräumten "Unregelmäßigkeiten", der Konzern sei "in der Pflicht, transparent und umfassend aufzuklären". Gleichzeitig bestehe für die Regierung aber auch kein Grund, an einer umfassenden Aufklärung durch das Unternehmen zu zweifeln. Der CO2-Ausstoß, der den Verbrauchern mitgeteilt werde, "sollte auch dem wahren Ausstoß entsprechen".

Volkswagen hatte nach Manipulationen bei Stickoxid-Werten auch "Unregelmäßigkeiten" bei dem Ausstoß von CO2-Werten eingeräumt. Insgesamt könnten laut VW rund 800.000 Fahrzeuge davon betroffen sein - sowohl Diesel als auch Benziner. Von dem CO2-Ausstoß hängt bei neueren Fahrzeugen auch die Höhe der Kfz-Steuer ab.

Volkswagen ruft in den USA fast 92.000 Autos zurück

Volkswagen ruft in den USA 91.800 Fahrzeuge wegen Problemen an der Nockenwelle in die Werkstätten zurück. Betroffen von dem freiwilligen Rückruf seien unter anderem Benziner vom Typ Jetta, Passat, Beetle und Golf der Modelljahre 2015 und 2016, wie die US-Tochter von VW am Mittwoch mitteilte. Der Wolfsburger Konzern steht in den Vereinigten Staaten bereits wegen der Affäre um manipulierte Abgaswerte bei Diesel-Fahrzeugen stark unter Druck.

AFP

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